Tätigkeiten der Arche:

Bericht AZ 31.05.2017

 

Jahresbericht / Aktivitäten 2016

Auch im vergangenen Jahr 2016 war wieder sehr viel los bei der Arche.

Einige ältere Katzen mit 16 (Wuschl), 10 (Cindy), und 9 Jahren konnten wir gut vermitteln. Hans-Felix mit seinen 9 Jahren sollte vom Tierarzt eingeschläfert werden, weil er angeblich überall hinpinkelt. Ein Vorwand, bei uns war er sauber. Mehrere Katzen, die schon ziemlich lange bei uns waren, konnten auch einen neuen Platz finden. Ganz besonders gefreut hat es uns für Riko, ein junger Kater mit knapp einem Jahr, der inzwischen fast blind ist aufgrund von unbehandeltem Katzenschnupfen. Er kam leider zu spät zu uns.

Der Fundhund Nico war auch sehr krank. Er hatte einen großen Tumor in der Leiste und kurz nach der Aufnahme bei uns auch noch einen massiven epileptischen Anfall. Er konnte erfolgreich operiert werden und auch die Anfälle sind mit Medikamenten gut im Griff. Hier haben wir viel finanzielle Unterstützung von seiten der Finderin erhalten.

Viel Ärger dagegen hatten wir mit einem ausgebüxten Hund in Aitrang. Dieser kleine,sehr ängstliche Mix aus Ungarn war von einer Dame aus München vermittelt worden, wo der Hund ziemlich bald abgehauen ist und dann fast den ganzen Winter 4 Monate durch Aitrang gestromert ist und nicht eingefangen werden konnte. Frau Bähner ist es dann mit List und einem Schafszaun gelungen, den Hund Wriggly einzufangen. Wir haben ihn nicht nach München zurückgegeben, da er viel zu scheu ist, man dort keine Zeit hat und man sich auch nicht ums Einfangen bemühte und er ist bei uns nach über 8 Monaten noch immer sehr ängstlich. Er konnte im Februar 2017 als Zweithund vermittelt werden.

Die unendliche Schwanengeschichte ist im Frühjahr wieder in Bewegung gekommen. Im November 2015 wurde die Verantwortung zur Überwachung der Schwanennester an den Bund Naturschutz übergeben. Hier sollten die Schwäne dann lediglich kartiert werden. Das Resultat war ähnlich wie in den vergangenen Jahren. Das Nest am Weißensee mit dem Schwanenpaar verschwunden und auch die anderen Wasservögel waren weg. Die 3 Paare am Hopfensee, die gebrütet haben, verschwunden, hiervon ein Paar mit 5 Küken einfach weg. Am Lechufer hat man einen Bauzaun gezogen, um die Schwäne mit ihrer Brut zu schützen. Nach über 6 Wochen haben die Schwäne immer noch gebrütet (viel zu lange) und als man dann endlich nachgeschaut hat, waren die Küken schon länger tot. Was soll man dazu sagen? Die Schwäne am Schwansee sind dann später wieder zum Alpsee spaziert. Auch die waren später verschwunden. Man sollte meinen, daß der Bund Naturschutz mit seinen vielen Mitgliedern mehr auf die Reihe bringt.

Unsere neue Kassiererin Nadine hat gleich einen tollen Einstand hingelegt. Sie hat ein kleines, 14 Tage altes Rehkitz gerettet. Sie hat vom Fenster ihres Büros gesehen wie ein kleines Kitz ganz aufgeregt auf der Hauptstraße in Füssen zwischen den fahrenden Autos hin und her lief. Sie hat es dann zu einer Aufzuchtstation nach Peißenberg gebracht, wo es sich sehr gut entwickelt hat.

Aus einem Reitstall in Hopfen haben wir 6 kleine Katzenbabies von 2 Mamas bekommen. So lieb, so goldig, so kuschelig. Alle weiß mit schwarzen Punkten.

Gleich Anfang des Jahres sollten wir einen älteren Dackelmischling übernehmen, da die Besitzerin ins Klinikum gekommen ist und unter Betreuung gestellt wurde. Als Frau Bähner den Hund übernommen hat, fiel sie bald in Ohnmacht. Waldi hatte einen massiven Darmvorfall und sie fuhr sofort mit dem Hund zum Tierarzt. Hier erfolgte unverzüglich die Überweisung in die Tierklinik nach Augsburg, da Waldi nicht in der Lage war, selbständig Kot abzusetzen. Frau Bähner diskutierte mit der Betreuerin, daß wir als Tierschutzverein für das Wohl des Tieres zuständig sind und eine OP unumgänglich ist, da das Tier leidet. Nach langem Hin und Her erhielten wir eine Deckungszusage von OP-Kosten in Höhe von Euro 600,00. Leider konnte Waldi dann doch nicht mehr geholfen werden, da man mit der OP viel zu lange gewartet hatte und der Darm inzwischen so geschädigt war, daß man dem Hund einen künstlichen Ausgang hätte legen müssen. Man hat den Hund dann gleich auf dem OP-Tisch eingeschläfert. Waldi ist über die Regenbogen-Brücke gegangen, da die letzten Jahre schon genug Qualen für den Hund waren.

Eine Anzeige in ebay brachte uns wieder in Rage. Hier wurden 4 Welpen mit 4 Wochen zum Kauf angeboten. Über das Veterinäramt ist verfügt worden, daß die Welpen mit der Mama für mind. 4 Wochen in Pflege zu geben sind. Das dortige Tierheim hat richtig viel Geld für diese Aktion verlangt und das konnte vom Besitzer nicht aufgebracht werden. So kamen die Hunde zu uns, sind 6 Wochen liebevoll versorgt und gepflegt worden. Der Hundebesitzer hat sich dann nicht mehr gemeldet und so konnte die Hundedame Bonita mit 3 Jahren endlich ein vernünftiges Hundeleben führen. Die Hundebabies sind dann auch vermittelt worden.Eines von diesen Hundebabies war bereits verkauft worden,kam aber trotzdem noch für 4 Wochen zu uns. Die neue Besitzerin war hoch schwanger und konnte dem Hund nicht gerecht werden. Er war Anfang November nach über 4 Monaten immer noch nicht stubenrein und sprang eine steile Treppe rauf und runter sowie auf Stühle und Tische. Erziehung absolut null. Als wir hierüber Nachricht erhielten, haben wir die Hundebesitzer besucht und uns hiervon selbst überzeugt. Die Besitzer waren dann selbst so einsichtig und haben uns den Hund übergeben. Wir haben dann noch das Veterinäramt eingeschaltet, da in dem Haushalt auch noch 2 Katzen lebten und der Hund Spyk Bandwurmbefall hatte. Da die Wohnung auch in einem sehr schlechten Zustand war und die Frau kurz vor der Entbindung stand, wurde auch noch das Jugendamt eingeschaltet.

Auch unserer nicht ganz einfacher Labi Emilio, den wir Ende 2015 übernommen hatten, hat einen neuen Besitzer gefunden. Emilio wurde als Welpe von einem Rentner Ehepaar aus dem Ausland geholt und als die Frau verstorben war, war der Mann mit dem Hund hoffnungslos überfordert. Emilio kannte keine Regeln und versuchte, bei Frau Bähner das Rudel zu übernehmen und hat 2 mal ganz massiv ihren Hund Sam zusammengebissen.

Große Aufregung herrschte bei einem nach Kaufbeuren vermittelten Kater. Erst war er angeblich total krank und dann hat man ihn zügig nach draußen gelassen. Da wollte er dann nicht mehr in die Wohnung zurück. Bei einer Einfangaktion hat der Kater das neue Herrchen ganz massiv gebissen, so daß er an den Armen eingegipst werden mußte. Nach einer Woche ist es uns dann gelungen, den Robby wieder einzufangen. Er war lange Zeit sehr mißtrauisch und ängstlich und ist später vermittelt worden.

Viel Ärger gab es mit unserem Lieblingstierheim Beckstetten. Hier waren eine Mops-Hündin namens Luna und eine Katze durch die Polizei ins Tierheim gebracht worden. Das Frauchen kam in U-Haft. Als die Mutter der Tierbesitzerin das erfuhr, wollte sie die Tiere abholen. Die Katze hat sie auch gegen entsprechende Zahlung der Pensionskosten bekommen, den Hund hat man ihr verweigert. Man wolle erst eine Bestätigung der Besitzerin. Als die dann kam, wurde Luna nicht übergeben, weil sie angeblich sehr krank ist und u.a. eine Zahnsanierung gemacht werden müsse. Vorher ist sie aber nach unserer Kenntnis eine Woche unbehandelt im kalten Tierheim gehockt. Dieser Hund ist einfach nur zu dick und hat als Mops (wie alle Möpse) Schwierig- keiten mit der Luft. Man ist dann später vom Tierheim zum Tierarzt gegangen, hat Röntgenaufnahmen und Blutuntersuchungen gemacht. Gegen Zahlung der Tierarztkosten und unsinnigen Pensionskosten von weiteren Tagen konnte die Mutter dann den Hund abholen. Er wurde einem anderen Tierarzt vorgestellt, hat etwas abgespeckt und es geht ihm gut. Willkür des Tierheimes Beckstetten, um Pensionskosten zu erhalten? Die Sorge um den Hund kann es ja nicht gewesen sein, sonst wäre man ja gleich zum Tierarzt gegangen.

In Halblech hat es endlich ein Tierhalteverbot gegeben wegen schlechter Tierhaltung von über 100 Ziegen und 23 Zebus. Die Tiere waren ständig unterversorgt, tote Ziegen auf dem Gelände, die Tiere wurden nicht entwurmt und die ganzen Wiesen waren mit Unrat übersät, die Zäune wurden niedergetrampelt. Die Ziegen konnten eingefangen und verkauft werden. Bei den Zebus gestaltete sich das Einfangen etwas schwieriger, denn der „Landwirt" war nicht bereit, bei der Verladung zu helfen. Es waren schon Zebus ausgebrochen und um weiteres Leid für die Tiere auszuschließen und Gefahr abzuwenden, mußten leider einige Tiere auf der Weide erschossen werden. Das hat die Gemüter sehr erhitzt und als wir diese Aktion noch verteidigt haben, bekamen wir etliche Drohanrufe und Beschimpfungen. Man sollte bei allem Respekt für das Tier nicht vergessen, daß es sich um Nutztiere handelt, die sicher auch mal zum Schlachthof gekommen wären und das wäre weniger streßfrei gewesen.

Die im letzten Jahr schlecht versorgte Herde mit Galloway am Bannwaldsee ist inzwischen auch abgegeben worden. Die Tiere wurden zeitweise von einem Nachbarn und einem Betriebshelfer versorgt und dann verkauft.

Und wieder gab es Ärger mit dem Tierheim Beckstetten. Unabhängig voneinander wollten 2 Hundebesitzer ihre Tiere abgeben. Ein Schäferhund mit 9 Jahren konnte nicht mehr auf dem Platz bleiben, weil Herrchen einen Schlaganfall erlitten hatte und die Frau nur 1,50 m groß ist und den Hund nicht händeln kann.

Der andere Hund, auch 9 Jahre alt,war ursprünglich sogar aus dem Tierheim Beckstetten, sollte schon mal abgegeben werden, was man sich dann aber anders überlegte. Es war ein Trennungshund, der dann in einer Hundepension mit Erziehung untergebracht war und dort auch vermittelt wurde, was aber nicht geklappt hat. Beckstetten hat die Aufnahme der Hunde mit fadenscheinigen Begründungen abgelehnt, einmal seien die Besitzer ausfallend geworden, einmal sei der Hund bissig gewesen. Woher weiß man das? Man hat den Hund nie gesehen.

Fakt ist, daß der 1. Vorsitzende dieses Vereins auf der Mitgliederversammlung am 14.12.2016 öffentlich gesagt hat: Man sei „kein Gnadenhof" und er kann das Wort „Tierschutz" nicht mehr hören. Augenscheinlich werden hauptsächlich nur Fundtiere aufgenommen und dann auch nur von den Gemeinden die die Pauschalen für das Tierheim entrichten. Für die anderen Tiere bleibt das Tierheim in der Regel verschlossen.

Wo aber sollen diese Tiere bleiben, wenn sich Tierheime weigern, diese aufzunehmen?

Wo bleibt denn da die Gemeinnützigkeit????

Wie ich schon seit Jahren sage: Tierschutz nur, wenn die Kohle stimmt. Nur Tiere aufnehmen,die keine Kosten verursachen und schnell wieder vermittelt werden können?

 

Wir konnten im vergangenen Jahr 15 Hunde, 47 Katzen, 3 Schafe, 2 Hasen vermitteln.

Die Tierarztkosten liegen wieder bei ca. Euro 18.000,--.

Wir haben 2016 insgesamt 41 Kätzinnen und 43 Kater kastrieren lassen, wobei unsere Frau Schröter bis nach Obergünzburg gefahren ist.

Seit August 2016 haben wir wieder einen Flohmarkt-Laden in Pfronten, Allgäuer Str. 7.

Der Laden ist relativ klein und auch nicht so toll von der Lage und zudem noch etwas versteckt, da zurückliegend von der Straße. Die Flohmarkterlöse betrugen ca. 5.100,-- Euro und im Online-Flohmarkt erzielte Elisabeth ca. 1.300,-- Euro.

Mitgliedsbeiträge waren knapp € 5.000,-- und unsere Einnahmen bei der Haussammlung lagen bei ca. € 5.100,--, wobei ich allein etliche Wochen unterwegs war und ca. € 2.300,-- erlaufen habe. 2 neue Sammler hatten wir in Kaufbeuren an die Klingeln geschickt. Es werden immer wieder fleißige Sammler gesucht, die ehrenamtlich unterwegs sind. Ich renne schon seit Jahren bei der Haussammlung und kenne schon etliche Spender in dem Bereich Füssen-Weidach, bei der Schule und auch in Seeg. Also, wir fangen wieder an mit der Haussammlung, wer hat Zeit und Lust?

Bei der Gelegenheit möchte ich mich ganz herzlich bei allen Ehrenamtlichen bedanken, die uns unterstützen: Brigitte die immer an die Kastrationen denkt und weit dafür fährt und viel Zeit auch für die Versorgung der Katzen bei uns im Haus opfert. Nun muß sie sich ein wenig im Bett herumlümmeln wegen eines Unfalls.

Elisabeth, die sich aufopferungsvoll um die Hunde kümmert und gute Plätze sucht, an Nadine die Ihre Feuertaufe hatte mit der Buchführung. Die Beiträge abzurufen hat sich sehr schwierig gestaltet wegen des Programms von der Sparkasse. Unsere Schriftführerin Sybille macht auch immer brav ihre Protokolle und Sabine ist fleißig für Facebook und sonstige Neuerungen im Internet und für Plakate und Flyer tätig und hat uns jetzt auch einen Paypal-Button verpaßt.

Danke auch an den Rest der Mannschaft und unsere fleißigen Flohmarkthelfer Regina, Eva, Evi,Hermine, Traudl und Sonja.

Auch hier wird immer wieder Personal gebraucht also, wer hat Zeit, Lust und Liebe zur Arbeit?

 

 

 

Jahresbericht / Aktivitäten 2015

Im Januar konnten wir unsere Janni endlich auf einen guten Platz vermitteln. Sie war seit Mitte 2010 bei uns. Auf dem neuen Platz ist sie sehr schnell aufgetaut und lebt jetzt mit Mona zusammen, die wir vor 11 Jahren an die gleiche Familie in Biessenhofen abgegeben hatten.

In Hopferau sind im Februar 2 Fundhunde aufgetaucht, wir haben sie Timo und Kathi genannt. Sie trugen zwar ungarische Chips, waren aber nirgendwo registriert. Wir vermuten, daß sie bei einem Transport ausgebüchst sind.

Bei einer Kätzin mußten die Babies mit Kaiserschnitt geholt werden, da die Mama immer schwächer wurde und der Tierarzt sich dann zum Kaiserschnitt entschloß. 1 Baby ist gleich gestorben und da die Mama sich nicht kümmern konnte, haben Wir dann viele Telefonate geführt und mit Daniela in Dösingen eine prima menschliche Amme gefunden. Sie hat die Babies alle 2 Stunden versorgt, sich toll um sie gekümmert. Ein Baby hat sie später behalten.Lotta und Lisa sind zusammen auf einen Platz gekommen.

Die Mama kam dann wieder auf den Hof zurück, doch oh Schreck, vor lauter Sorge um die Gesundheit der Mama und um die Kleinen haben wir dann versäumt, die Mama zu kastrieren. Sie bekam dann im Mai nochmal 4 Babies, die dann aber mit der Mama auf dem Hof blieben und später vermittelt wurden. Mama Lilo ist dann auch kastriert worden.

Im Februar ging ein Fall von Mietnomanden im schwäbischen Leutkirch durch die Presse. Hier war von etlichen toten Tieren, verbrannt im Ofen etc. die Rede. Wir haben dann etliche Recherchen angestellt und nachdem diese Leute mit uns Kontakt aufgenommen hatten, war ein Besuch in Leutkirch angesagt. Es sind vermutlich einige unschöne Dinge zwischen Mieter und Vermieter vorgefallen und daher wohl die Beschuldigungen. Üble Nachrede?

Die 3 Hunde und auch die beiden Papageien waren in gutem Zustand. Die beiden waren in eienm baufälligen Gebäude der Gemeinde untergebracht, ohne Wasser und Dixie-Klo vor dem Haus. So werden nicht mal Asylanten untergebracht. Inzwischen sind die beiden in Schweden und versuchen, dort Fuß zu fassen.

Dann haben wir unseren Henry wieder neu vermittelt. Das Frauchen war verstorben und der Sohn hat dann den Hund ziemlich zügig ins Tierheim gebracht,weil wir über das Wochenende einen Engpaß hatten. Im Tierheim wurde festgestellt, daß der Hund in einem katastrophalen Zustand war und vor etlichen Jahren von uns vermittelt war. Da Henry an Leishmaniose erkrankt war, holten wir ihn sofort aus dem Tierheim ab. Er mußte umgehend behandelt werden und nach einigen Arztbesuchen und Medikamenten hat Elisabeth den Hund wieder auf die Füße gebracht.

Ende 2014 hatte eine Mitarbeitern (Hundetrainerin) in ebay-Kleinanzeigen einen Hund entdeckt zum Verschenken - Fussel - den sie unbedingt retten mußte. Er hatte eine bissige Vergangenheit. Nach kurzer Zeit kam ein Pensionshund zu ihr und sie gab den Hund an eine recht unerfahrene, aber sehr tierliebe Dame weiter. Leider hat er dann dort ziemlich bald recht heftig zugebissen und der Hund mußte da natürlich wieder weg. Also wieder zur Hndetrainerin und man suchte dann ganz verzweifelt einen neuen Platz, fand dann auch neue Besitzer in Bodenseenähe, wo es mit den beiden anderen Hunden wohl auch gut klappt.

Im März haben wir dann auch unseren Kater Tommy abgegeben an ein ganz liebes ungarisches Paar. Er war seit Febr. 2011 bei uns (5 Jahre) und sehr scheu. Nach kurzer Zeit hatte er sich als Schlafplatz das Bett der Familie ausgesucht und konnte von Streicheleinheiten nicht genug bekommen.

Micky, ein kleiner Yorki, Fundhund aus Marktoberdorf war kurz bei uns und konnte seinem Besitzer wieder übergeben werden. Der Hund war in einem sehr schlechten Zustand. Wir haben mit dem Besitzer noch längere Zeit wegen der schlechten Hundehaltung gestritten und das Veterinäramt eingeschaltet, aber wie immer alles okay!! Kein Handlungsbedarf !!

Im März habe ich mich schweren Herzens von meinem Joki verabschiedet. Ich hatte den Hund eigentlich nur kurzfristig wegen Überforderung der Familie mit Kindern und Giardien übernommen, aber später hat man nicht mehr reagiert und wollte den Hund nicht mehr zurück. So haben wir dann einen neuen Platz gefunden. Ich war ganz schön traurig, weil er so lieb und goldig war. Bei der späteren Platzkontrolle hat er fast Purzelbäume geschlagen vor Freude, daß er mich sah. Im August kommt er wieder zur Sommerfrische.

Dann haben wir uns im April von unserer angefahrenen Dackeline Kathy verabschiedet.

Sie ist nach einem Autounfall vor über einem Jahr nicht mehr richtig auf die Beine gekommen. Ihre Krankenschwester, den Kater Lio, der sich immer liebevoll um Kathy gekümmert hat, mußten wir auch gleich mit einschläfern lassen. Er hat mit 3 Jahren einen sehr schnell wachsenden Nierentumor bekommen und so konnten die beiden auch zusammen gehen. Die Urne steht auf dem Schrank bei mir im Wohnzimmer.

Dann war es Elisabeth im April zu langweilig. Gerade waren die letzten von 25 Tauben aus einer Streichelzoo-Auflösung vermittelt, zogen gleich am nächsten Tag 25 Kamerun-Schafe in Tremmelschwang ein. Sie mußten aufgrund einer Privatinsolvenz abgegeben werden. Vor 10 Jahren wurden 2 Tiere als Rasenmäher angeschafft, jedoch hatte man versäumt, die Böcke zu kastrieren so daß es jedes Jahr mehr wurden. Kein Tier wurde entwurmt, Ohrmarken gab es keine, wurden von uns erst gesetzt und dann wurde ein Klauenpfleger gesucht. Er konnte seine Arbeit sofort ausüben, denn die Vorbesitzer waren der Meinung, daß sich die Klauen von selbst ablaufen.

Bis auf 2 Böcke sind zwischenzeitlich alle Tiere vermittelt.

Aus Rumänien haben wir im Mai 5 Hunde übernommen, die teils in sehr schlechtem Zustand waren. Man hatte uns Fotos von den Hunden unterbreitet, auf dem 3 Hunde in einer Schubkarre als Welpen abgebildet waren mit ca. 6 Monaten. Als die Hunde kamen, waren sie aber schon fast 2 Jahre alt und kaum menschenbezogen. Ricky und Micky waren sehr scheu und Ricky ist nach über einem Jahr immer noch bei uns, weil er überängstlich ist. Billy mußte total geschoren werden, da er komplett verfilzt war. Das Foto, das wir zu sehen bekamen, zeigte den Hund nur von vorne.

Im Mai hat sich der Betreuer eines älteren Herrn in der Nähe von Marktoberdorf mit uns in Verbindung gesetzt, weil sich das Pflegepersonal aufgrund des chaotischen Zustandes durch die Katzen im Haus geweigert hatte, den alten Herrn weiterhin zu versorgen. Es war alles verdreckt,weil die 6 Katzen überall hingemacht haben. Sie wurden zwar gefüttert, waren aber in keinem guten Zustand, mußten tierärztlich versorgt und kastriert werden. Hier konnten wir einiges erreichen und u.a. 4 Kätzinnen und 2 Kater kastrieren. Inzwischen ist der alte Herr im Altenheim und die Katzen werden von der Nachbarin im Stall versorgt bzw. sind bei ihr eingezogen. Bei dieser Aktion haben wir sogar unsere Bemühungen bezahlt bekommen.

In der Nähe von Memmingen ist ein großer Tierfreund im Mai auf eine riesige Katzenschar Mamas und Katzenbabies gestoßen und hat dann 4 Mamas mit 16 Babies zu uns gebracht. Wir hatten alle Hände voll zu tun. Die Katzenmamas kannten kein Katzenklo, waren nie beim Tierarzt. Sie waren teilweise auch krank und haben uns dann auch noch Giardien eingebracht und eine Pilzinfektion. Wir waren sehr beschäftigt mit Waschen, Putzen und Tierarztbesuchen. Wir konnten die ganze Rasselbande vermitteln und die Mamas kamen wieder auf den Platz zurück.

Dann sind innerhalb von 14 Tagen 2 Katzen unten auf der Hauptstraße überfahren worden. Nancy und Emily haben ihre Neugier leider mit dem Leben bezahlt. Sie haben hier oben viele Wiesen und Gärten, nein sie wollten in den Katzenhimmel.

Ferner haben wir einen ganz, ganz scheuen Langhaar-Kater aus Nesselwang übernommen, der die letzten Jahre nur wenig Gesellschaft hatte. Beim Einfangen hat er den Überbringer der Katze kräftig gebissen, aber das hat die Bewerber für diese hübsche Katze nicht abgehalten. So zog Teddy dann ins betreute Wohnen und hat sehr schnell Zutrauen zu seinem neuen Herrchen gefunden, doch leider währte die Freude nur einige Monate, Herrchen bekam eine Lungenentzündung und verstarb recht plötzlich. Jetzt lebt Teddy bei der Tochter mit 2 anderen Katzen und einem kleinen Hund und witzigerweise in meiner alten Wohnung in Hopferau und alles paßt ganz toll.

Dann haben wir im Juli einen von den schwarzen und riesengroßen Welpen zurückbekommen. Die Mama-Hündin hatte man uns damals statt kastriert, hochträchtig untergejubelt. Die Leute kamen mit Puma nicht zurecht und waren mit der Erziehung schlichtweg überfordert. Jetzt hat er einen neuen Platz und ist viel mit Pferden unterwegs.

Im Juli haben wir über eine befreundete Tierschutz-Organisation einen Hund von dem tollen Gnadenhof Treischl übernommen. Der Bobby war zwar ein ganz toller, lieber Hund, aber ziemlich verwahrlost, voller Milben und Ungeziefer und es waren mehrere Tierarztbesuche notwendig, bevor er abgegeben werden konnte.

Dann hatten wir im August noch eine Fundkatze aus Seeg bekommen, die in der Nähe vom Bahnhof aufgetaucht ist. Der Pedro wurde dann nach Nesselwang an einen Hof vermittelt und da hat man festgestellt, daß er taub ist, ein junger Kater mit einem knappen halben Jahr. Er wurde dann an ein ein älteres Ehepaar als Wohnungskatze abgegeben und so hat es noch ein glückliches Ende gefunden.

Unser Sommerfest im August in Nesselwang war zwar gut besucht, aber einige wenige Regentropfen mit dunklen Wolken haben um 15.30 Uhr dann dazu geführt, daß das Fest fast zu Ende war. So haben wir uns dann entschlossen, kein Sommerfest mehr zu machen, es sei denn wir finden ein geeignetes Gelände, wo wir nicht vom Wetter abhängig sind.

Dann konnten wir noch Bärli, einen älteren Wohnungskater mit 10 bis 12 Jahren nach Kempten - Waltenhofen vermitteln. Die alte Dame, die ihn bekommen hat, ist ganz glücklich, obwohl er manchmal unvermittelt zuhaut und die alte Dame Macumar-Patientin ist. Wird hoffentlich alles gut gehen, später würde er dann von den Kindern übernommen.

Auch für die Schwäne haben wir uns wieder sehr eingesetzt. Wir wissen nicht, was genau passiert, aber immer wieder werden die Nester zerstört oder die Schwäne verschwinden. Liegt es an der Umwelt, den vielen Leuten an den Seen? Am Weissensee war das Nest wieder weg und am Lech die Eier verschwunden. Wir versuchen, 2016 die Nester besser zu schützen. Einen älteren Schwan, der sehr krank war, haben wir eingefangen und er mußte leider eingeschläfert werden. Er hatte u.a. 2 Gewehrkugeln im Körper, Magen und Darm waren leer und ein Lungenemphysem hat ihn geschwächt. An diesem See ist einfach zu viel Publikumsverkehr, es wird im Naturschutzgebiet gezeltet, - obwohl Zelte ohne Boden keine Zelte sein sollen - gegrillt und viel Abfall hinterlassen. Wir hoffen, daß der zuständige Angelverein hier etwas mehr eingreift.

Einen Gnadenbrot-Platz bei liebevollen Leuten konnten wir auch für Bubi finden, einen 14 Jahre alten Malamut-Mix mit zu kurzen Füßchen. Hier war das Frauchen verstorben.

Aus einem Messi-Haushalt kamen 3 Katzen zu uns. Sie sind die letzten 1 1 /2 Jahre nur futtertechnisch versorgt worden und waren fast nur noch allein und auf sich selbst gestellt. Charly, ein schwarzer Kater mit ca. 3 Jahren, und Rosa sowie Rubi waren über 10 Jahre alt. Wir konnten alle 3 an gute Plätze vermitteln.

Auch unsere scheue Larissa fand einen Liebhaber. Sie ist auch schon seit Juli 2012 bei uns gewesen. Sie ist gemeinsam mit der 11 Jahre alten Cindy auf einem Traumplatz bei einer älteren Dame mit einem riesengroßen Garten in Irsee gelandet. Später würden die Katzen von der Haushälterin übernommen.

Am Bannwaldsee war im Winter eine Herde Hochlandrinder unterversorgt. Es sind 7 Stiere und 2 weibliche Tiere (ein Unding). Der Bach friert bei kalten Temperaturen ein und die Versorgung mit Heu ist sehr schlecht gewesen. Tierfreunde brachten immer wieder Heu, die Tiere sind verwurmt, aber der Gesetzgeber läßt zu, daß sich jeder als Hobby Tiere halten kann, auch wenn er keine Ahnung davon hat. Es werden Bußgelder verhängt, die aber leider den Tieren nicht helfen. Inzwischen soll die Herde verkauft werden.

Einen Kater, den wir als kleines Katerle mit 4 Monaten abgegeben hatten, konnten wir wieder vermitteln. Das Wuschele war inzwischen 16 Jahre alt und ein ganz lieber Langhaar-Kater, der einen neuen Platz gesucht hat, weil das ältere Ehepaar in die Nähe der Kinder an den Starnberger See gezogen ist und keine Katze in der neuen Wohnung haben darf.

Wir konnten 26 Kater und 58 Kätzinnen kastrieren lassen.

Im vergangenen Jahr haben wir 17 Hunde, 61 Katzen, 20 Schafe, 2 Hasen sowie 4 Meerschweinchenvermittelt.

Die Tierarztkosten betrugen € 16.400,--, unsere Futterkosten und Tierbedarf lagen bei ca. € 4.900,--.

Unsere Flohmarkterlöse betrugen ca. 13.300,-- und im Online-Flohmarkt erzielte Elisabeth ca. 2.300,--. Leider mußten wir im September unseren Laden in Pfronten räumen und suchen jetzt händeringend ein neues Objekt, wo wir unsere schönen Sachen anbieten können. Wir hatten auch einen Versuch mit Flohmarkt in Marktoberdorf, war aber leider nicht der gewünschte Erfolg. Vielleicht war die Lage nicht ideal, aber auch die Kunden waren nicht der Hit.

Mitgliedsbeiträge waren € 4.700,-- und unsere Einnahmen bei der Haussammlung lagen bei ca. € 3.800,--, wobei ich allein etliche Wochen unterwegs war und ca. € 2.000,--erlaufen habe. Hier werden immer wieder fleißige Sammler gesucht, die ehrenamtlich unterwegs sind. Ich renne schon seit Jahren bei der Haussammlung und kenne schon etliche Spender in dem Bereich Füssen-Weidach, bei der Schule und auch in Seeg.

 

Jahresbericht / Aktivitäten 2014

Es war wie üblich wieder viel los auf der Arche.

Unser alter Schäfer-Mix Luna, die einige Jahre bei uns war, konnte einen guten Platz finden. Wir freuen uns für sie.

Auch die letzte Hündin Paula aus der Beschlagnahmung von einer Messie-Dame bei Kraftisried, wo die Tiere sehr schlecht gehalten und isoliert wurden, konnte nach langer Zeit bei uns endlich auch einen Platz finden. Sie war sehr scheu und mit viel Geduld hat sich der Hund sehr positiv verändert.

Für die scheuen Bulgarien-Hunde haben sich auch neue Besitzer gefunden.

In Nesselwang, Hammerschmiede standen Kühe ohne Wasser und Unterstand. Es hat lange gedauert, bis dieser Zustand geändert war. Der Brunnen mußte wieder gangbar gemacht werden.

Dann hatte Familie Bähner aus der Zwangsräumung das ganze Jahr über noch 22 Tauben zu versorgen und 3 Hähne.

Auch unsere Dackeline Kathy hat uns großen Kummer bereitet. Die Beinchen hinten wollten nach dem Autounfall nicht laufen, aber sonst war die Kleine putzmunter, hat gut gefressen und konnte auch ganz schnell zum Katzenfutter rennen, wenn Frauchen das nicht schnell genug weggeräumt hatte.

Dann hatten wir große Sorge um die Schwäne an den Seen um Füssen und am Lechufer. Am Weissen- und Hopfensee wurden die Nester zerstört.

Am Lechufer hat man ein totes Junges gefunden und daneben lag ein Knüppel. Der Schwanenpapa Ellmauer war viel unterwegs und die Anzeigen bei der Polizei und auch die Aussetzuung einer Belohnung haben aber keinen Erfolg gebracht. Jetzt werden die Nester öfter überwacht und vielleicht findet man ja so die Nest-Zerstörer.

Ganz großen Ärger gab es mit einer Schafherde in Ronried. Mitglieder von uns sind fast täglich dort gewesen und haben für frisches Wasser und Futter gesorgt, auch wurde ein Unterstand hingestellt und das Veterinäramt ständig angerufen. Auch bei der Verwaltung in Augsburg hat man sich beschwert, bis endlich etwas passiert ist. Die Tiere wurden teilweise abgegeben oder geschlachtet.

Ein weibliches Kälbchen von einer Zwillingsgeburt, das erst ein paar Wochen alt war, konnte die Familie Kraus retten. Es sollte auf einen Transport nach Spanien, um dort gemästet zu werden und später zum Schlachten wieder nach Polen gekarrt werden. Diese Gesetze verstehe wer will, wir können es nicht begreifen. Jetzt hat das Kälbchen einen Platz im Stall, erhält viele Streicheleinheiten und kommt im Sommer auf die Weide.

Eine Labrador-Hündin Luna haben wir übernommen, die wegen Krankheit vom Frauchen nur hin und her geschoben wurde. Keiner hatte festgestellt, daß der Hund Giardien hatte und auch eine kaputte Hüfte. Kastriert war sie auch nicht. Sie lebt jetzt auf einem Hof.

Etwas Ärger gab es auch mit einer Husky-Hündin, die streunend aufgefunden wurde. Wir vermuten, daß sie ausgesetzt wurde. Wir haben sie nicht an den Besitzer zurückgegeben,weil sie dort nicht richtig vesorgt wurde,sondern der Hund wurde uns übereignet und später weitervermittelt.

Einen sehr lebhaften und schlecht erzogenen Hund namens Jacky hatten wir auch übernommen.

Die Besitzerin war total überfordert mit dem Hund und inzwischen hat man sich einen neuen Hund zugelegt, einen jungen Schäferhund, dem man auch nicht Herr wird und der bereits auch schon wieder abgegeben werden sollte und man hat ihn auf ebay angeboten. Leider kann bei uns jeder Depp einen Hund bekommen und ihn versauen.

Unser Sommerfest im August mußte leider ganz kurzfristig abgesagt werden, da es morgens um 7.30 Uhr nur 8 Grad hatte und auch noch Regen herrschte. Schade, eigentlich, aber der Verlust hielt sich in Grenzen, weil die Ware weiterverkauft wurde und nur die Anzeige und Porto für viele Einladungen etc. angefallen sind.

Dann hatten wir noch einen total unerzogenen reinrassigen mexikanischen Xoloitzcuintle übernommen, der als Zweithund abgegeben wurde. Henry, unser Leishmaniose-Hund kam zurück, weil Frauchen einen Schlaganfall erlitten hat und nicht mehr bleiben konnte. Leider schon das 2. Mal, daß dieser Hund ein Frauchen verliert.

Ferner erhielten wir einen Anruf, daß eine Katze am Autobahn-Parkplatz bei Nesselwang ausgesetzt sei. Frau Kraus hat dann mehrfach nach dieser Katze,die später Otto getauft wurde gesucht, und schließlich auch gefunden.Jetzt lebt Otto wieder in Nesselwang.

Dann hat Frau Schröter wieder Katzen eingefangen wie verrückt und kastrieren lassen. Diesmal war sie sogar unterwegs bis nach Memmingen. Dort waren es 12 Weibchen und 9 Katzen mit 3 Monaten sind bei uns gelandet. Sie waren recht scheu, aber größtenteil langhaarig und hatten große Augenprobleme (Katzenschnupfen). 1 Äuglein bei einer Katze mußte entfernt werden. Die anderen Augen konnten mit viel Augensalben und Tropfen gerettet werden. Eine Katze ist immer noch bei uns, die ist recht scheu und ein Auge ist nicht gesund.

Viel Ärger hatten wir auch mit einem Hund, den wir aus Andalusien übernehmen sollten. Die Hündin sollte kastriert zu uns kommen, das hat man dann angeblich zeitlich nicht mehr gechafft. Als die Hündin da war, wußten wir auch warum. Dieses arme Tier hatte sehr große Zitzen, was darauf schließen ließ, daß die Hündin gerade Welpen hatte und damit nicht genug, sie war bereits wieder trächtig. Dieser Idiot von Hundebesitzer liebt angeblich seine Hunde und lügt schneller wie ein Pferd laufen kann. Die arme Sissi (Labrador-Mix) hat dann am 27.10.2014 acht große, schwarze Babies bekommen. Da war sie gerade 3 Wochen bei uns. Mit 3 Monaten wogen diese Hundebabies bereits 12 kg und sie werden riesengroß.

Anfang November gab es dann großen Trouble wegen einer von uns vermittelten Hündin Emma aus Korfu. Da bildeten sich die Herrschaften aus Korfu, von denen wir seit Jahren Hunde übernommen haben, dann ein, der Emma ging es bei den neuen Beistzern nicht gut, und der Hund müsse zurück nach Korfu. Die Hündin war aber bereits 2 Jahre auf dem Platz. Bei einem Besuch in Deutschland hat dann die Tochter den Vater überredet nach dem Rechten zu schauen und ist auf den Balkon geklettert, hat die Familie ausspioniert, die Arbeitgeber von Tochter und Mutter befragt und die Nachbarn und die Familie von Emma wurde als Tierquäler bezeichnet. Die Anzeigen laufen.

Zeitgleich hatten wir dann noch 6 Welpen aus Korfu übernommen, die mit Giardien behaftet waren. Da diese Biester hochgradig ansteckend sind und wir eine Weile brauchten, bis die Diagnose stand, hatten alle Hunde auf der Pflegestelle bei Bähners sich angesteckt und auch die 8 Welpen. Wochenlang mußten Tabletten gegeben werden, desinfiziert und geputzt werden und immer wieder testen. Für den Auslauf mußten wir Platten kaufen und legen, damit diese mit dem Dampfstrahler behandelt werden konnten. Im Gras ist die Ansteckungsgefahr sehr groß, da die Hundehaufen nicht richtig entfernt werden können. Diese Aktion hat uns ein kleines Vermögen von fast 5.000,-- Euro gekostet und nach der ersten Zusicherung unseres Sponsors für Beteiligung an den Kosten hieß es dann nur noch: Nase wischen.

Ende des Jahres wurde eine kleine Malteser- Hündin mit 10 Jahren auf ebay zum Verschenken angeboten. Die Besitzerin war mit 2 kleinen Kindern und Hund überfordert, und Vicky würde die Kinder zwicken. So ist die kleine Maus bei uns gelandet und nachdem eine ältere Dame für den Hund Interesse zeigte, war dieser zu lebhaft und ist dann bei den Kindern der alten Dame gelandet. Dort ist er Zweithund und total glücklich.

Kassenbericht (Kurzfassung)

Die Tierarztkosten lagen bei ca. € 17.000,--. U.a. wurden 25 Kater kastriert und 44 Kätzinnen. Unsere Haussammlung erbrachte ca. € 4.100,--, obwohl eine ganz fleißige Sammlerin ausfiel wg. Krankheit. Unsere Flohmärkte im Laden in Pfronten erbrachten € 12.100,-- und wir sind jetzt ein Super-Flohmarkt Team, mit unserer Kassiererin, Waltraud, Regina, Evi und Inge, Lotte, und Sonja, die ganz toll dekorieren kann. Seitdem wir in Pfronten immer wieder in einen nicht vermieteten, großen Laden können, läuft es ganz gut.

Der online-Flohmarkt, das tolle Steckenpferd von Elisabeth erbrachte auch € 2.300,-- und ist sehr arbeitsintensiv.

Unser Verein konnte 2014 43 Katzen, 30 Hunde, 1 Pony, 10 Hasen, 17 Gänse, Enten und Hühner sowie 6 Meeerschweinchen und 20 Vögel vermitteln. Bei der Vermittlung der Hunde war Elisabeth pausenlos im Einsatz. Sie hat sich auch im vergangenen Jahr wieder sehr gut ein- gebracht und war fleißig wie eh und je.

Jahresbericht / Aktivitäten 2013

Es ging bei der Arche eigentlich das ganze Jahr rund und wir waren ständig in Aktion.

Anfangen möchte ich mit unserer Dackeline Kathy, die vor über einem Jahr Kontakt mit einem Auto hatte und „nur" Prellungen, Verstauchungen und Quetschungen hatte. Die Nerven in den Hinterläufen müssen sich regenerieren und sie kann schon einigermaßen laufen, aber der letzte Kick fehlt. Mit fliegenden Ohren kann sie aber rennen, wenn sie von Brigitte Leckerli bekommt oder sie am Weg ist zum Katzenfutter räubern. Da muß man immer gucken, ob die Alte nicht mal wieder vergessen hat, das Katzenfutter hoch zu stellen, dann aber schnell klauen.

Manchmal denken wir, es wäre sinnvoll, die Kleine einzuschläfern, aber wenn man sieht, was für einen Lebensmut sie entwickelt und wie sie sich aufführt, wenn ich die Leine in die Hand nehme. Wir wollen es nochmal mit Osteo- pathie versuchen, ist aber nicht ganz so enfach einen Osteopathen für Hunde zu finden.

Den Gag des Jahres konnten wir verzeichnen, als wir nach Kündigung des Lagers in Bidingen eine neue Lagermöglichkeit für unsere Flohmarktartikel im Umkreis gesucht haben.

Aufgrund einer Anzeige wurden uns Räumlich- keiten in Marktoberdorf angeboten. Nachdem wir einige Zeit geackert hatten, die Kisten in die neuen Räume zu bringen, mußten wir bei der Einräumung der letzten Flohmarktartikel von einer Dame, die am Hof stand, hören, daß diese Lagerräume von dem Herrn „Vermieter" auch nur gemietet waren und eine Untervermietung überhaupt nicht erlaubt war. So also das ganze Spiel nochmal . Frau Bähner hatte in der Zwischenzeit 2 x Ställe aufgetan, wo wir die Sachen zunächst lagern konnten. Nun also alles zurück nach Bidingen nach 6 Wochen.

Da hier also schon ein Betrug vorliegt, haben wir dann dem sog. Vermieter eine Rechnung über unsere Unkosten gestellt. Der Gag ist nun seine Behauptung,daß er Frau Bähner die Räume nur vorübergehend als Freundschaftsdienst überlassen hätte, auf gar keinen Fall an die Arche Noah Tierhilfe vermietet. Wir hatten aber Miete für die Räume gezahlt. Inzwischen hat eine Vergleichs-Verhandlung bei Gericht stattgefunden und statt über € 1.000,-- (unsere Forderung), hat die Richterin nur die Hälfte vorgeschlagen, weil der Vermieter als armer Rentner ja kein Gled hätte,und das waren gerade mal die Anwaltskosten. Diese Stallungen, wo jetzt unsere Flohmarkt-Artikel lagern, sind feucht und wir suchen dringend bezahlbare Lagermöglichkeiten.

Hundemäßig hatte sich auch einiges getan. Zunächst hat Sky, der kleine, ängstliche Chihuhua einen neuen Platz gefunden. Der Hund war von der „Züchterin" in Kempten verkauft und dann vom Tierheim Lindau wieder aufge- griffen worden als Fundhund. Er kam dann zum „Züchter" wieder zurück. Da man dort mit dem Hund nicht zurechtkam, ist er dann bei uns gelandet. Irgendwann stand dann die Polizei bei Frau Bähner und wollte den Hund abholen. Aufgrund der Vermittlung und Ummeldung bei Tasso ist man darauf gekommen, daß der Hund ja als vermißt gemeldet ist.

Da wir mit der Angelegenheit nichts zu tun hatten und der Hund ordnungsgemäß an uns abgegeben war, konnte der Sky bei dem neuen Besitzer bleiben.

Dann hatten wir einen Hund übernommen, der einfach nur überflüssig war. Der Tierarzt sollte ihn einschläfern, wegen angeblicher Krankheit und zur Vermittlung wollte man ihn auch nicht übergeben. So ist er auf Umwegen zu uns gekommen. Dieser Hund ist tatsächlich krank und hat manchmal einen epileptischen Anfall mußten wir um Nachhinein erfahren, aber damit kann man gut leben und der Hund ist bei den neuen Besitzern sehr glücklich. Die Besitzer sind auch ganz happy.

Benny ein Australian Shepard war auch nicht ganz einfach und hat mit 6 Jahren einen guten Platz mit 5 Katzen gefunden. Man ist sehr viel mit dem Hund unterwegs und auch mit den Katzen geht es gut. Ein kleiner Hund lebt auch noch in der Familie.

Wegen Krankheit bzw. Übersiedelung ins Altersheim kam Amelie zu uns, eine ganz liebe Münsterländerin. Sie wurde zunächst nach Reutte ins Tierheim gebracht, weil die Betreuerin des Hundes eine Reise gebucht hatte und wir den Hund dort abholen sollten. Irgendwann wechselte dann das Personal im Tierheim und man hatte auch einen Bewerber, was sich dann aber alles als falsch herausstellte. Er ist dann später noch zu uns gekommen und ist nach kurzer Zeit bei uns wieder bei neuen Besitzern in Reutte gelandet. Wie klein ist doch die Welt.

Auch der Bubi aus schlechter Tierhaltung (Beschlagnahmung) konnte nach langer Zeit einen neuen Platz finden. Bei der neuen Familie hat er sich sofort wohl gefühlt, man hat viel Zeit und Geduld mit diesem sehr scheuen Hund und wir wünschen uns mehr tierliebe, geduldige Menschen, die es mit einem scheuen Tier versuchen.

Luka ist auch so eine arme Seele. Der Hund wurde als Welpe vermittelt an eine junge Frau mit Freund, die aber den ganzen Tag arbeiten. Die Mutter hat den Hund dann tagsüber betreut, aber die wohnt im I. Stock und war auch berufstätig. Da der Hund nicht ausgelastet war, ist er dann der Zerstörungswut erlegen und mußte weg. Jetzt lebt er bei einer Familie mit Reihenhaus und Garten, wird viel bewegt, geht in die Hundeschule und lernt ganz viel.

Im Juli ging ein Entendrama in Füssen durch die Presse. Hier hatte plötzlich ein kleiner Weiher immer weniger Wasser und drohte zu versanden. An dem Weiher hatten etliche seltene Schwarzhalstaucher ein zuhause gefunden. Es wurden Ortstermine mit Wasser- wirtschaftsamt, Feuerwehr und Bund Naturschutz gemacht. Die Vögel wurden täglich gezählt!!! Anstatt die Tiere, die auf der roten Liste der bedrohten Arten stehen, umzusiedeln, schaute man zu, bis vermutlich der Fuchs die Tiere geholt hat. Nur ein paar Federn blieben übrig.!!! Eine ganz tolle Leistung.

Unsere Haussammlung im Mai war mit viel Arbeit verbunden, aber mit 8 Sammlern kamen wir auf ca. € 3.900,--. Das ist schon ein sehr mühsames Geldeintreiben.

Auch unsere Flohmärkte waren sehr gut und erbrachten Erlöse von ca. € 9.850,-- mit 10 Flohmärkten. Wir haben mit Pfronten einen guten Griff getan. Auch unser 1. Hofflohmarkt bei Lotte in Trauchgau lief mit knapp € 400,-- recht gut. Es war an dem Tag aber eine Affen- hitze. Zur Zeit haben wir ein Super-Flohmarkt Team beieinander.

Zeitungsmäßig läuft es auch recht gut. Vor dem Sommerfest hatten wir einen großen Bericht über unsere Arbeit im Füssener Griaß di und nach dem Sommerfest auch in Marktoberdorf. Im Kreisboten Kaufbeuren werden sehr oft unsere Tiere vorgestellt.

Das Sommerfest in Nesselwang hatte in diesem Jahr gegen viel Konkurrenz zu kämpfen, in Seeg war Feuerwehrfest mit Oldtimern und in Pfronten der bekannte Trachtenmarkt. Vom Wetter her war es eigentlich passend, aber das Plus war mit knapp € 400,-- nicht gerade berauschend.

Auch bei einem sogenannten Gnadenhof für Tiere haben wir immer wieder Beschwerden über die Haltung von Tieren und Vermittlung bekommen. Wir können hier keine Gemeinnützigkeit erkennen, sondern eher eine gute finanzielle Einnahmequelle. Es wurden viele Berichte zusammengetragen, etliche Gespräche mit dem Veterinäramt geführt, aber das was wir machen, ist in deren Augen einfach nur Pipifax, persönliche Rache und Hetzkampagnen. Wir Tierschützer hingegen sprechen von Untätigkeit und Schlamperei des Veterinäramtes und haben

uns jetzt einen Schiefer eingezogen, zumal wir

aufdecken konnten, daß von seiten des Vet. Amtes befürwortet wurde, hier anderweitig beschlagnahmte Tiere unterzubringen. Viele der Katzen und Hunde in Wald sind sehr krank. Da an diesem Ort jetzt angeblich keine Hunde und Katzen mehr gehalten werden, ist ja dann hoffenlich alles okay.

Den nächsten Knall mit dem Veterinäramt gibt es in der Pferdehaltung. Ein Pferdehalter hat verschiedene Weiden mit abbruchreifen und viel zu kleinen, verdreckten Stallungen in Rieder und Bertoldshofen bei Marktoberdorf. Die Weideflächen waren mit Unrat, alten Paletten und Schrott teilweise zugemüllt und hier lebten Stuten mit Fohlen. Bei keiner Weide sind ausreichend Unterstände für die Pferde vorhanden. Man begnügte sich von seiten des Vet. Amtes damit, daß im Winter die Pferdehaltung in Rieder nicht mehr erlaubt sei. Bis Mitte Dezember waren die Pferde noch da und dann kamen die meisten nach Bertholds- hofen.

Das Futter war auch nicht ausreichend für meistens 17 Pferde. Manchmal fragt man sich wirklich, was bei den Tierärzten im Veter- inäramt so vor sich geht, wenn sie solche Tierhaltungen dulden oder für in Ordnung befinden. Wen kümmert ein Bußgeldbescheid, wenn etwas nicht in Ordnung ist? Geht es den Tieren dann besser? Angeblich werden die Pferde jetzt verkauft!! Diese schlechte Pferdehaltung ist seit 2 Jahren amtsbekannt, bei uns liegt seit Juli 2013 eine Beschwerde vor.

Immer wieder werden wir mit schlechter Pferdehaltung konfrontiert. So auch in Ronried. Auch dieser Tierhalter ist amtsbekan-

nt. Die Pferde stehen zeitweise auf dem blanken Betonboden ohne Einstreu. Für alle unsere Behauptungen gibt es Fotos, aber das wird alles runtergebügelt.

Wir konnten 83 Kätzinnen und 40 Kater kastrieren lassen. Es konnten hauptsächlich Katzen in Germaringen (hier waren es über 40) in Trollen und in Ronried kastriert werden. Die Zahlen sind noch etwas höher, weil vom Tierarzt direkt Rechnungen an Tasso für Germaringen und Tierheim Rieden gegangen sind.

Zm Thema Kastration hatten wir im Herbst eine Anfrage von der Allgäuer Zeitung. Es ging um die Kastrationspflicht bei Katzen. In dem Artikel hatte ich zum Ausdruck gebracht, daß ich die Kosten von € 120,-- für die Kastration einer Kätzin bei einem Arbeitsaufwand von 10 Minuten vom Tierarzt für zu teuer halte.

Der Bericht erschien auch in Marktoberdorf und da hat Frau Dr. Weinhart dann die Tierärzte angerufen und es erschien ein Leserbrief in der Zeitung, daß das nicht richtig sei. Der Aufwand für eine Kastration sei viel höher und schließlich von den € 120,-- noch die Praxis unterhalten werden müsse und auch Steuern bezahlt werden müssen. Von € 120,-- bleiben noch € 20,-- übrig. Wenn man zu den 10 Minuten reine Kastration noch die kurze Untersuchung, Narkose und das Rasieren hinzurechnet, mögen es insgesamt 15 bis knapp 20 Minuten sein und trotzdem denke ich, daß der Preis einfach zu hoch ist und viele diese Kosten nicht ausgeben können oder wollen.

Es wurden 44 Katzen, 19 Hunde, (10 Hunde aus Griechenland), 17 Meerschweinchen sowie aus einer schlechten Tierhaltung 3 Schweine, 2 Ziegen, 2 Pfauen, 12 Hühner, 6 Tauben, 1 Ente, 2 Wachteln und 14 Vögel vermittelt.

Ende September hatten wir dann noch eine Präsentation unseres Vereins beim Kinderkulturtag in Kaufbeuren. Man wollte versuchen, den Kindern und Jugendlichen den Tierschutz und das Verständis für Tiere etwas näher zu bringen. Es war eine echt nette Veranstaltung und nach anfänglichem Zögern war unser Stand auch gut besucht. Frau Bähner hatte sich große Mühe gegeben mit einem Quiz und bei einem guten Ergebnis durften die Kinder dann bei mir Dosen werfen und sich Bücher oder andere Dinge aussuchen. Eine interessante Erfahrung für uns.

Dann machte uns ein vermittelter Hund - Marta aus Griechenland - große Sorgen. 6 Wochen, nachdem der Hund abgegeben wurde, stellte man bei einer Untersuchung Herzwürmer fest. Als wir von der Angelegenheit erfuhren, war die Behandlung leider schon abgeschlossen und der Hund bei einem sehr teuren Tierarzt in Behand- lung gewesen. Dank unserer Sponsorin für die Korfu-Hunde konnten wir uns mit einem größeren Betrag an den Unkosten beteiligen.

Auch unserem vor einem Jahr vermittelten Henry konnten wir helfen. Frauchen ist erkrankt und der Hund wurde in sehr schlechten Zustand bei uns abgegeben. Er hat Leishmaniose und einen Kreuzbandabriß am Hinterlauf. Die Besitzer

waren Ende September noch beim Tierarzt und der konnte nichts feststellen. Ich glaube, ich bin im falschen Film.

Unsere größte Aufgabe und Herausforderung war die Zwangsräumung eines größeren Tierbestan- des. Die Räumung als solches ging in gut 4 Stunden bestens über die Bühne. Die eigent-

liche Arbeit aber begann erst später. Die meisten Tiere waren alle in einem total verdreckten und verwahrlosten Zustand. Das

Gefieder von den Gänsen und Enten und Hühnern war voller Kot und Parasiten, auch die Tauben waren nicht besser dran und die Käfige von den Vögeln auch eine Katastrophe.

13 Hasen und 29 Meerschweinchen alle unterer-

nährt, das Pony total verstört und einen langen Schweif, auf den das Tierchen fast getreten wäre, schlechte Hufe auch bei den beiden Ziegen. Die 3 Hängebauchschweine viel zu dick und träge, weil sicher falsch ernährt. Tagelang waren wir (eigentlich die gesamte Familie Bähner ) damit beschäftigt, Stallungen zu bauen, Zäune zu setzen, Käfige zu besorgen und die Tiere artgerecht unterzubringen und auch nach etlichen Monaten der Mangel- und Falsch- ernährung tierspezifisch zu ernähren.

Es kamen u.a. zur Versorgung: 2 Pfauen, 5 Gänse, 15 Enten, 19 Hühner, 22 Tauben und 44 Vögel. Von der Räumung ist auch noch ein Bericht im Kreisboten Kaufbeuren erschienen.

Als letztes können wir noch von unserer Erfah- rung mit 3 Hunderüden aus Bulgarien berichten. Hier gibt es 2 junge Mädchen, die sich um insgesamt 34 Hunde kümmern und ein Gelände haben, wo die Hunde einigermaßen untergebracht sind. Die Hunde waren sehr ängstlich und mußten alles erst noch lernen, angefangen von der Leine, bis auf die Wohnung und die fremden Geräusche, aber unsere Elisabeth hats gut ge- richtet.

Unsere Tierarztkosten liegen bei ca. € 15.150,--. Sie sind etwas niedriger, weil verschiedene Kastrationen direkt bezahlt wurden und das Tierheim Beckstetten sich mit € 500,-- an Kastrationen in Germaringen beteiligt hat und das Tierheim Rieden hat auch etliche Kastrationen bezahlt und ebenso ging eine Rechnung direkt an einen Sponsor mit ca. € 1.200,--.

So hält ein "Quarter Horse Züchter" in Marktoberdorf seine Pferde!!

18.12. mittags, war noch keiner da zum Füttern, Pferde sind alle auf der Weide und suchen nach Futter. Heute sehe ich links 2 Pferde im Stall eins eingedeckt und rechts stehen 8 Pferde, ob noch welche hinter oder aber im Stall sind, kann man nicht einsehen.

16.12.2013 vorne stehen wie immer die 3 und hinten habe ich nur noch 7 gezählt also insgesamt 10, kann es wirklich sein das jetzt tatsächlich welche abgeholt worden sind? Außerdem wird jetzt Heu gefüttert wie man deutlich erkennen kann!

14.12.2013 heute 12 Pferde gesehen

08.12.2013 ca. 14 Uhr 16 Pferde in Bertoldshofen gezählt (rechts vom Stall 13, links 3 Pferde/siehe07.12.)

07.12.2013 ca. 13 Uhr, 14 Pferde in Bertoldshofen gezählt, in Rieder sind alle weg

04.12.2013 ca. 14 Uhr in Rieder sind nur noch 2 Pferde, der Schecke und das Pony. Die anderen sind alle nach Bertoldshofen gekommen. Jetzt zählen wir hier 17 Pferde.

Wenn dieses Zelt auf der linken Seite der Unterstand für diese Pferde sein soll, ist es erstens viel zu klein (geschätzt 3,60 x max. 9 m) zweitens ist keine Seite mit einem Wind-bzw. Wetterschutz versehen.

02.12.2013 Rückmeldung vom Vet.-Amt telefonisch: Alle Fristen sind abgelaufen und man wird, wenn die Besitzverhältnisse geklärt sind, den Tierbestand reduzieren.

Anmerkung von mir: Es müssen doch für alle Pferde Equidenpässe vorliegen, in denen die Besitzer eingetragen sind und seid dem 01.07.2009 müssen alle Equiden gechipt sein.

01.12.2013 eMails ans Vet.-Amt Marktoberdorf:

Sehr geehrter Dr. G. und Dr. S.,

heute wende ich mich doch noch einmal letztmalig an Sie, bevor ich mich an die Fernsehsender SAT1 und RTL wende.

Bei der Pferdehaltung des Herrn Gauss hat sich nicht wirklich etwas geändert, außer dass das Futter knapp wird.

Den aktuellen Zustand können Sie gerne auf unserer HP www.archenoah-tierhilfe.de unter Tätigkeiten begutachten, falls es Ihnen zu umständlich ist sich ein Bild vor Ort zu machen, da die Zufahrt zum Stall nach Rieder immer noch gesperrt ist.

Sollte ich bis morgen Abend jedoch keine Rückmeldung von Ihnen erhalten, wann die Tiere artgerecht untergebracht und gefüttert werden, geht morgen ein Bericht an o.g. Fernsehsender raus.

 

Beispiele für die Berechnung von einfachen Futterrationen für Pferde

600 kg Körpermasse, leichte Arbeitsbeanspruchung = Offenstallhaltung - Angaben pro Pferd und Tag

Anwelksilage 6,5 kg - Stroh 2 kg - Hafer 1,5 kg

Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein - Westfalen

 

Anmerkung zur Futterberechnung: Die Pferde hier wiegen nur ca. 300 - 500kg, die muss berücksichtigt werden, deshalb würde ich auf die Fütterung von Hafer verzichten, Stroh ist jedoch bei Silagefütterung zwingend notwendig.

30.11.2013 ca. 14,30 Uhr: Rieder, Futter - Fehlanzeige, dafür Pferde die es vorziehen im Schnee zu schlafen, als sich in diesen verdreckten Stall zu legen, gut zu sehen auch, das der Zaun stellenweise defekt ist und nicht weggeräumt wurde. Wie lange es überhaupt noch Futter für die Tiere gibt ist unklar, da nirgend mehr Vorräte lagern.

 

 

30.11.2013 ca. 14 Uhr: Bertoldshofen, ich war geschockt, heute sehe ich hier 13 Pferde, wenn ich mich nicht verzählt habe! Ob alle Tiere Zugang zum Stall haben ist hier unklar aber unwahrscheinlich.

Links auf dem Bild AC-DC? und 2 Jährlingshengste, im Stall?

 

Auf dem Wagen lag gestern noch Futter, heute nichts

 

Auf dem ersten Bild für jeden sichtbar 3 und auf dem zweiten Bild um den Siloballen anhand der Ohrspitzen gezählt 6 Pferde

29.11.2013 ca. 12 Uhr, es wurde soeben von einer Frau etwas Silo vorgelegt, wenn das die Tagesration sein soll, kann ich das kaum glauben, hier stehen 7 Pferde und ein Shetty

 

 

 

 

 

Wasser für 8 Pferde, wie lange soll dass reichen?

 

Stall wie immer ohne Einstreu, mit Stahlträgern vorm Einsturz gesichert!

 

 

29.11.2013 Bertoldshofen ca. 13 Uhr, Gelände nicht überschaubar und nicht zugänglich

 

eMail gesendet am 13.10.2013

Sehr geehrter Dr. G. und Dr. S.,

in der Anlage sende ich Ihnen die Bilder der 4 Pferde des Herrn G. in Bertoldshofen hinter der Kapelle.

Leider war es mir heute (Freitag, den 11.10.) nicht möglich an den Stall in Fahrtrichtung Rieder zu gelangen, da hier Baggerarbeiten auf der Zufahrtstraße durchgeführt wurden.

Da jedoch die Pferde in Bertoldshofen noch immer im Freien ohne Unterstand stehen, gehe ich davon aus, das auch die anderen Pferde noch da sind.

Der Winter hat, wie Sie sehen können Einzug gehalten. Lt. Aussage Dr. Samuel am 10.07. dürfen jedoch in diesem Stall im Winter keine Pferde stehen.

Ich werde mich in den nächsten Tagen davon überzeugen, das dies auch den Tatsachen entspricht und hoffe das in diesen Tagen auch die 4 in Bertoldshofen endlich in den Stall dürfen.

Hänge Ihnen auch noch ein Bild von Ende September an, auf dem Sie sehen können, das eines dieser Pferde fleißig koppt.

Mit freundlichem Gruß Elisabeth Bähner

Am 09.07.2013 haben wir uns die Missstände einer Pferdehaltung in Marktoberdorf angesehen. Sehr versteckt liegt dieser Stall, aber wir haben ihn dann doch gefunden. Was wir hier vorfanden übertraf unsere Vorstellungskraft. Diese Tierhaltung ist dem Veterinäramt seid geraumer Zeit bekannt und es passierte bis heute nichts, was den Tieren helfen würde.

Die Leitlinien vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Postfach, Referat Tierschutz, 53107 Bonn

In § 2 TierSchG ist festgelegt:
„Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,
1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
2. darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,
3. muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.“

Stall und Auslauf für 2 Stuten mit Fohlen bei Fuß

2.2. Betreuung und Management

Ställe, Stalleinrichtungen und Einfriedungen für Auslauf und Weiden sowie andere Gegenstände, mit denen Pferde in Berührung kommen, müssen aus gesundheitsunschädlichem Material bestehen und so beschaffen sein bzw. angewendet werden, dass sie bei Pferden nicht zu Schmerzen oder vermeidbaren Leiden oder Schäden führen. Alle Haltungseinrichtungen einschließlich Zäune sind in technisch erforderlichen Abständen auf Funktionsfähigkeit und ggf. Verschmutzung zu überprüfen.

 

In diesem Gebiet halten sich 2 Stuten mit Fohlen bei Fuß auf

2.1.3. Ruheverhalten
Arttypisch für das Fluchttier Pferd sind mehrere Ruhephasen über den 24-Stunden-Tag verteilt. Arttypisch ist das Ruhen im Stehen, in der Bauch- und in der Seitenlage. Um in die durch schnelle Augenbewegungen gekennzeichnete Schlafphase1 zu gelangen, müssen sich Pferde ablegen. Der Schlafbedarf reduziert sich vom Fohlen bis zum ausgewachsenen Pferd erheblich. Letztere ruhen etwa 7 Stunden am Tag, wovon sie ca. 80 % dösend im Stehen ruhen. Fohlen bis zu einem Alter von 3 Monaten verbringen 70-80 % und Jährlinge etwa 50 % ihrer täglichen Gesamtruhezeit im Liegen. Der Ruheplatz muss dem Sicherheits- und Komfortbedürfnis genügen, ansonsten legen sich Pferde nicht in die Bauch- und Seitenlage. Zum Liegen bevorzugen Pferde trockenen und verformbaren Untergrund. Auf morastigem Boden legen sie sich nicht bzw. nur ungern ab. Den Pferden muss arttypisches Ruhen möglich sein. Es ist deshalb sicherzustellen, dass eine ausreichend groß bemessene, trockene und verformbare Liegefläche zur Verfügung steht, damit alle Pferde gleichzeitig in Seitenlage liegen können. In Gruppenhaltungen ist sicherzustellen, dass auch rangniedere Tiere ausreichend Ruhen und Liegen können.

Im Stall liegt so viel Mist, das die Stuten nicht mal mehr den Kopf anheben können ohne an die Decke zu stoßen. Ganz abgesehen davon, das der Stall einsturzgefähret ist, spätestens dann wenn man den Mist entfernt.

2.1.4. Futter- und Wasseraufnahmeverhalten

Das angeborene Verhalten und der Verdauungsapparat des Pferdes sind auf eine kontinuierliche Nahrungsaufnahme eingestellt. Bei der Haltung durch den Menschen dient die Futteraufnahme nicht der Ernährung allein, sondern auch der Beschäftigung. Den Pferden muss genügend Zeit und Ruhe zum Fressen zur Verfügung stehen. Bei Missachtung dieser Gegebenheiten können gesundheitliche Probleme (z. B. Magengeschwüre, Koliken) sowie Verhaltensstörungen auftreten. Der natürlichen Fresshaltung des Pferdes entspricht die bodennahe Fütterung. Zur artgemäßen Ernährung des Pferdes ist ausreichend strukturiertes Futter unerlässlich. Falls kein Dauerangebot an rohfaserreichem Futter (ggf. auch Langstroh als Einstreu) erfolgt, ist es mindestens während insgesamt zwölf Stunden täglich anzubieten (Fresspausen möglichst nicht länger als vier Stunden). Gegebenenfalls sind geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um eine überhöhte Nährstoffaufnahme zu vermeiden (z. B. engmaschige Heunetze, Sparraufen oder zeitgesteuerte Raufen). Grundsätzlich muss jedem Pferd, auch in der Gruppe, ein Fressplatz zur Verfügung stehen. Sollte dies nicht der Fall sein (z. B. computergesteuerte Fütterung) muss durch geeignete Maßnahmen sichergestellt werden, dass eine gleichzeitige Aufnahme, zumindest von Raufutter, für alle Pferde möglich ist. Bei größeren Kraftfuttergaben sind diese auf mehrere, mindestens auf drei Rationen pro Tag zu verteilen. Automatische Fütterungseinrichtungen müssen so gestaltet sein, dass das jeweils fressende Tier nicht von anderen Pferden gestört werden kann, damit es die ihm zustehende Futtermenge in Ruhe aufnehmen kann. Die Funktionsfähigkeit einer automatischen Fütterungseinrichtung ist durch tägliche Kontrolle und regelmäßige Wartung sicherzustellen. Unabhängig von der Haltungsform muss das Futter hinsichtlich Nährstoff- und Energiegehalt und weiterer qualitätsbestimmender Merkmale sowie hinsichtlich der Menge dem Erhaltungs- und Leistungsbedarf des Einzeltieres entsprechen. Überfütterung ist genauso zu vermeiden wie Mangelernährung. Futter muss gesundheitlich unbedenklich sein. Behältnisse, in denen das Futter angeboten wird, sind sauber zu halten. Außenfutterplätze müssen so beschaffen sein und betrieben werden, dass das Futter vor Verderb und Verschmutzung geschützt ist.

Wasser muss Pferden grundsätzlich – unabhängig von der Haltungsform – ständig zur Verfügung stehen. Falls dies in Ausnahmefällen nicht möglich ist, muss Wasser mehrmals am Tag, aber mindestens dreimal täglich bis zur Sättigung verabreicht werden. Dies gilt auch für die kalte Jahreszeit. Schnee ist kein Ersatz für eine ausreichende Tränke. Die Ausführungen zur gesundheitlichen Unbedenklichkeit des Futters gelten für die Wasserqualität entsprechend. Tränkevorrichtungen müssen sauber sein und täglich auf Verschmutzung überprüft werden. Selbsttränken erfordern darüber hinaus zusätzlich eine tägliche Kontrolle der Funktionsfähigkeit.

Auch wenn Weiden noch grün aussehen heißt es noch lange nicht, das die Tiere auch noch was zu fressen finden. Ich weiß nicht wieviel Fläche den Tieren zur Verfügung steht, bei mir sehen die Weiden jedoch anders aus, wenn eine Koppel abgeweidet ist, wird nachgemäht, es werden die Weiden protioniert, damit kontrolliert abgeweidet und nicht alles zertrampelt und zugemistet wird.

2.2.3. Tierärztliche Versorgung
Der Pferdehalter muss durch eine artgemäße Haltung, Ernährung und Pflege zur Gesunderhaltung der Tiere beitragen. Bei Erkrankung oder Verletzung eines Pferdes ist rechtzeitig ein Tierarzt hinzuzuziehen. Bei alten Pferden ist häufig ein erhöhter Pflege- und Therapieaufwand erforderlich (z. B. altersgerechte Fütterung, zweimal jährlich Gebisskontrollen, regelmäßige Zahnsanierung). Darüber hinaus müssen Pferde zur Gesunderhaltung regelmäßig entwurmt werden. Um eine gezielte, planmäßige Behandlung sicherzustellen, dürfen Wurmkuren nur in Absprache mit einem Tierarzt durchgeführt werden. Gegen Infektionskrankheiten gilt es ebenfalls Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen. Neben einer guten Bestands- und Haltungshygiene ist hier v. a. die aktive Immunisierung gegen beim Pferd häufig auftretende Krankheitserreger zu nennen.
Wegen der besonderen Empfänglichkeit des Pferdes für Wundstarrkrampf ist die Impfung gegen Tetanus aus Tierschutzsicht geboten.

Der Zustand der Tiere zeigt auf den Bildern etwas anderes und ich glaube auch nicht, das dieser "Züchter" der seine Pferde so hält die notwendigen Mittel aufbringen kann die Tiere alle 3 Monate zu entwurmen.

3.1. Weide und Auslauf
3.1.1. Witterungsschutz
Arttypischerweise suchen Pferde bei ungünstigen Witterungsbedingungen (z. B. anhaltender Niederschlag, niedrige Temperaturen verbunden mit starkem Wind oder intensive Sonneneinstrahlung bei hohen Temperaturen) oder hohem Aufkommen von Stechinsekten oder anderen Lästlingen einen Witterungsschutz auf.

Die Absetzer und der Schecke finden nur ein wenig Schatten durch den Anbau, Zugang zum Stall, Fehlanzeige. Die vier braunen habe ich heute 27.07. zwischen Bertoldshofen und Hausen entdeckt, ich vermute das diese auch dem "Züchter" gehören! Schatten nur durch die Kapelle!

1.3. Boden
Unter natürlichen Bedingungen meiden Pferde arttypischerweise tiefgründigen Morast und versuchen, diesen zu umgehen. Ein vorübergehendes Stehen im Morast hat keine negativen gesundheitlichen Folgen. Gesundheitliche Nachteile wie Strahlfäule und Mauke entstehen, wenn die Tiere andauernd und über einen längeren Zeitraum ausschließlich auf einem mit Exkrementen vermischten morastigen Boden gehalten werden. Auch das Ruheverhalten kann bei (stau)nasser oder tiefgründiger Bodenbeschaffenheit beeinträchtigt werden (vgl. 2.1.3).
Aus diesem Grund müssen alle Pferde, die ganzjährig oder über einen längeren Zeitraum ganztägig im Auslauf gehalten werden, unabhängig vom Rang gleichzeitig auf Flächen stehen können, die nicht morastig aufgeweicht sind. Diese Flächen müssen zusätzlich zum Witterungsschutz zur Verfügung stehen. Darüber hinaus müssen innerhalb des Auslaufs die Hauptverkehrswege zu den Versorgungs- und Unterstellplätzen morastfrei sein. Ausläufe und Kleinausläufe (Paddocks) müssen den hygienischen Anforderungen genügen.
Diesen Anforderungen genügen Naturböden, zumindest in den strapazierten Bereichen, mitunter nicht ausreichend. Ein künstlicher Bodenaufbau kann z. B. aus Tragschicht (erforderlichenfalls mit Drainage), Trennschicht und Tretschicht bestehen. Die Tretschicht sollte staubarm, schnell abtrocknend (keine Staunässe), leicht zu säubern und nicht tiefgründig sein. Empfehlenswert sind zusätzliche Areale, die zum Liegen und Wälzen geeignet sind (z. B. Sandschüttungen). Alle verwendeten Materialien müssen frei von Schadstoffen und möglichen Verletzungsursachen sein. Naturboden in Ausläufen sollte ohne Grasbewuchs
sein, da ansonsten die Gefahr für Sandkoliken erhöht sein kann. Ggf. ist die Humusschicht abzutragen.
Je häufiger Pferde auf Naturboden oder ähnlichen Oberflächen Auslauf bekommen, desto besser lernen sie es, ihre Bewegungen den Bodengegebenheiten anzupassen. Das Risiko von Verletzungen des Bewegungsapparates durch schwierige Bodenverhältnisse ist daher bei ungeübten Pferden erhöht. Dieses Risiko kann z. B. auf gefrorenem, unebenem Untergrund bestehen.

  

So sieht es jetzt aus, aber was, wenn es einmal regnet? Dann versinken die Tiere bis zum Bauch im Schlamm, Aussage des zuständigen Amtstierarztes!

3.2. Stallboden und Einstreu
Der Bodenbelag im Aufenthaltsbereich der Pferde muss trittsicher und rutschfest sein sowie den hygienischen Anforderungen genügen. Dazu gehören auch die Stallgasse, Wasch-, Putz-, Beschlag- und Behandlungsplätze sowie die Wege zwischen den einzelnen Bereichen (Stall, Reithalle, Weide etc.).
Der Liegebereich muss trocken und verformbar sein. In Ställen sollten alle Liegeflächen eingestreut sein. Geeignet sind Einstreumaterialien, die eine gute Nässebindung zeigen.
Dabei ist darauf zu achten, dass keine erhöhten Schadgaskonzentrationen (z. B. Ammoniak; vgl. 3.3) entstehen. Je intensiver der eingestreute Bereich von den Pferden benutzt wird, desto häufiger müssen die anfallenden Exkremente und nasse Einstreubereiche entfernt und durch trockene Einstreu ergänzt werden, in der Regel einmal täglich.
Bei der Ausführung des Stallbodens ist darauf zu achten, dass Pferde bevorzugt auf weichen, saugfähigen Böden Harn absetzen.
Die verwendeten Einstreumaterialien (z. B. Langstroh, Strohhäcksel, Hobel- oder Sägespäne) müssen trocken und gesundheitlich unbedenklich sein, d. h. schimmelige, stark staubende Materialien oder giftige Materialien (Imprägniermittel, giftige Hölzer) dürfen nicht verwendet werden.

Die folgenden Bilder sind von heute, 27.07.2013, nichts hat sich verändert, im Veterinäramt liegen bereits Bilder vom letzten Winter vor, Aussage des zuständigen Amtstierarztes, die Pferde dürfen hier im Winter nicht mehr gehalten werden. Bis dahin gibt es Auflagen und Bußgeldbescheide, sonst nichts! Geändert hat sich auch bis heute nichts! Der "Züchter" hat seine Pferde an verschiedenen Orten untergebracht, 3 sind bekannt, ob es noch mehr gibt, konnten wir bisher noch nicht herausbekommen. Wann sich der Zustand für die Tiere verbessert ist nicht absehbar, da noch kein akuter Handlungsbedarf besteht, Aussage des zuständigen Amtstierarztes. Auch haben wir angeboten bei einer Beschlagnahmung zumindest die beiden Stuten mit Fohlen für einen Monat kostenlos unter zu bringen damit hier aufgeräumt werden kann. Erfolglos!

Aussage des zuständigen Amtstierarztes: Da hat sich bis heute nichts geändert und da wird sich auch in Zukunft nichts ändern!

Bilder vom 27.07.2013

Stall zwischen Bertoldshofen und Marktoberdorf

4 Pferde zwischen Bertoldshofen und Hausen, vermutlich gleicher Halter

Am 15.10. Zwangsräumung eines kompletten Tierbestands.

Hier die Bilder des Abtransports, wie die Tiere bei uns untergebracht sind, sehen Sie unter "sonstige Tiere"

Die Aktion hat begonnen mit dem Abtransport der 3 Hängebauchschweine

Dann die Vögel mitsamt den Käfigen

Im Nagerhaus war es schwierig, da einzelne Hasen das ganze Haus unterhöhlt haben.

 

Im Geflügelhaus musste man die Luft anhalten

Zwischenzeitlich sind die Schweinetransporteure wieder eingetroffen und haben das Taubenhaus leer geräumt. 22 Tauben waren zum Zeitpunkt der Aufnahmen bereits eingefangen.

Ganz zum Schluß noch 2 Ziegen und ein Pony

 

Jahresbericht 2012

Rückblick auf das Jahr 2012.

Anfang des Jahres konnten wir 2 unserer alten Hunde-Herren vermitteln. Vango, ein Schäferhund und Benny ein Labrador, beide 9 Jahre alt, konnten einen neuen Platz finden. Im Sommer fand auch noch unser Mäuschen, eine Katzendame mit 10 Jahren einen Platz.

Die Haussammlung im Mai brachte mit 10 Sammlern fast 4.000,-- €, wobei Frau Voigt mit € 1.240,-- einen Löwenanteil geleistet hat. Frau Egner brachte es allerdings auf einen Betrag von 1.380,--.Es ist schon ein sehr mühsames Geschäft.

Ende Juni haben Frau Bähner und Frau Egner einen Ausflug nach Korfu gemacht. Wir hatten uns an Ort und Stelle mal ein Bild machen wollen, von dem Hundeelend auf der Insel. Es ist wirklich schlimm mit den streunenden Hunden. Ideal wäre eine Kastrationsaktion,aber das ist mit den griechischen Tierärzten fast unmöglich, die wollen auch noch daran verdienen. Ausländische Tierärzte dürfen auf der Insel nichts machen, so müßte man diese Aktion heimlich starten, aber das ist schon recht riskant. Direkt vor dem Appartementhaus war es fast wie zuhause, eine Katzenmama mit 4 Kleinen, die zwar gefüttert wurden, aber Tierarzt mit Entwurmen oder gar Kastration ist nicht drin. Silvi, eine Deutsche,die schon seit Jahren auf Korfu lebt, hat dann später versucht, die Mama kastrieren zu lassen, aber aufgrund der mangelnden Kooperation hat sie nach dem 3. Versuch aufgegeben, denn die Leute waren nicht in der Lage, die Katze einzufangen.

Etwas Zeit zum Entspannen hatten wir auch, haben auch den Strand genießen können und die abenteuerlichen Autofahrten auf Korfu. Ohne Wegweiser und Navi sind wir immer auch da angekommen, wo wir hinwollten. Hat nur manchmal etwas gedauert, nicht nur weil die Straßen so schlecht waren.

Wir haben dann 2 Hunde mitgebracht, den Henry und die Emma und kurz danach ist auch der Dave bei uns gelandet. Alle 3 sind längst vermittelt und die neuen Besitzer sehr glücklich.

Im Juni erhielten wir aus einer Beschlagnahmung einen Hund, im Juli dann über Umwege nochmals 4 Hunde. Die Hunde waren alle in einem sehr schlechten Pflege- und Gesundheitszustand, zudem sind recht scheu und kannten keinen Umgang mit Leine, keine Spaziergänge, wurden sehr isoliert gehalten. Bei unserer Hundefrau Elisabeth machten sie sich schon ganz gut, aber sobald jemand Fremdes kam, sssst, weg sind sie, aber trotzdem konnten wir 3 von ihnen schon abgeben. Es ist wie mit unseren scheuen Katzen, man braucht einfach Geduld.

Ende Juni kamen in Nesselwang von einer Hundedame 7 Welpen auf die Welt, die dann bei Manuela liebevolle Aufnahme fanden. Dieser Betriebsunfall kann nun nicht mehr passieren, die Roxie wurde kastriert. Es war ganz schön viel Arbeit, die Hundebabies zu versorgen und später zu vermitteln. Sie sind alle soweit gut untergebracht, nur bei einer Familie hat es etwas länger gedauert, bis alles paßt,weil hier ein sehr lebhaftes Kind im Haushalt ist.

Im Juli erreichte uns dann die Hiobsbotschaft, daß ein von uns vermittelter Welpe zurückgegeben werden soll, weil er einen Unfall (er ist ins Auto gelaufen) hatte und man leider nicht in der Lage sei, die weiteren Operationskosten für eine 2. Operation zu übernehmen. Wir hatten dann mittels einer Spendenaktion viele liebe Menschen gefunden, die für die weitere Operation etliche Beträge gespendet hatten. Nochmals recht herzlichen Dank an alle Spender. Im Januar wird die Operation erfolgen und dann kommen die Nägel und die Platte heraus und wir hoffen, daß dann alles glatt verläuft. Die Operation ist erfolgt und es ist alles gut verlaufen.

Im Juli konnten wir auch unser Sorgenkind Looki vermitteln. Wir waren so froh, für ihn einen Platz gefunden zu haben und Rebecca machte sich in großer Vorfreude mit dem Hund auf den Weg nach Lüneburg zu einem Schäfer, der angeblich schon Hunde ausgebildet hatte.Die Freude währte nicht lange. Nach 14 Tagen hatte der Hund ganz massiv zugebissen und man wollte ihn sofort und auf der Stelle wieder loswerden, diese angebliche Bestie, die dann eingechläfert werden sollte. Da Looki sich augenscheinlich nur bei Rebecca sicher fühlt, hat sie sich entschlossen, ihn für immer zu übernehmen.

Da dieser „hundeerfahrene" Schäfer keine Haftpflicht-Versicherung abgeschlossen hatte, war er der Meinung, daß wir bzw. unsere Versicherung für die Bißverletzung aufkommen müßte. Nachdem die Versicherung das ablehnte, haben einen Brief von seinem Anwalt bekommen. Wir hätten diesen Schäfer arglistig getäuscht, der Lookie sei ein gemeingefährlicher Hund und hätte schon alle in der vorherigen Familie gebissen. Was manche Leute sich so zusammenreimen, nur weil sie mit einem Hund nicht zurechtkommen. Es muß doch immer wieder Ärger geben.

Ende Juli bekamen wir einen Anruf von der Caritas in Kempten, eine Dame die 14 Katzen hatte, sei plötzlich verstorben und fast alle Katzen müßten abgegeben werden. Wir hatten dann mit dem Mitbewohner vereinbart, daß wir 7 Katzen übernehmen. 4 wollten wir dann ins Tierheim nach Reutte weitergeben. Als wir diese 4 eingefangen hatten, zweifelten wir unsere Rechenkünste an, denn statt noch 3 Katzen hatten wir plötzlich noch 5 Katzen. Hier hätten wir eine große Erbschaft machen sollen und viele Bilder bekommen, denn die Verstorbene war Kunstmalerin. Na ja, die Katzen sind immer noch bei uns,- zwei sind inzwischen vermittelt - aber die Erbschaft ist bis heute noch nicht eingetroffen.

Da an allen Ecken katzen angeboten werden, die Zeitungen sind jede Woche voll mit Katzen zu verschenken, dauert alles jetzt im Schnitt länger, Verweildauer der Katzen bei uns um 6 Monate.

Unser Sommerfest in Nesselwang war diesmal auch sehr gut besucht, das Wetter hat gepaßt, es war fast wieder zu warm, aber mit einem guten Plus können wir uns zufrieden geben.

Im September konnten wir wegen der kleinen, sehr kranken Hündin Lilli einen Vergleich bei Gericht schließen. Wir können den Hund nach über 2 Jahren Ärger und Verdruß mit der Vorbesitzerin jetzt behalten. Die alte Dame hat aber immer noch nicht begriffen, daß dieser kranke/gesunde Hund bei ihr leider nicht richtig aufgehoben war. Es wurden keine Anordnungen zur Lauftherapie befolgt und alle Anweisungen in den Wind geschrieben. Schade, eigentlich. Inzwischen lebt die kleine Lilly vollkommen ohne Medikamente, weder Leishmaniose-Tabletten noch Schmerzmittel und es geht ihr soweit ganz gut.

Dann war im Nov. noch eine Kastrationsaktion in Halblech geplant, weil da immer wieder Katzen im Ort herumspringen. Nachdem 15 kleine Katzen ins Tierheim Rieden gekommen sind, beschloß man von der Gemeinde Halblech,hier zu kastrieren und die Gemeinde wollte die Kosten bezahlen. Aber das war wohl ein Schildbürgerstreich. Im Gemeindeblatt und in Gesprächen wird vereinbart, daß eine Kastration mit Übernahme der Kosten stattfinden soll, aber der Gemeinderat beschließt : NEIN!! Wir haben dann eingegriffen und ohne Kostenübernahme der Gemeinde 7 Kätzinnen und 3 Kater kastrieren lassen.

4 kleine Kätzchen haben wir mitgenommmen.

Ich lasse mich überraschen, ob da jemals bezüglich Kastration etwas passiert. Wohl eher nicht, wie in allen anderen Gemeinden.

Dann hatten wir anläßlich einer Beerdigung im Oktober einige Spenden erhalten, statt Blumen wurde das von der Verstorbenen gewünscht. Hierfür bedanken wir uns nochmals recht herzlich.

Anfang November lief Frau Egner beim Spaziergang mit den Hunden am Hopfensee eine kleine Perserkatze zu. Sie war in sehr schlechtem Zustand, total verfilzt, 1 kaputtes Auge. Das Auge mußte inzwischen herausgenommen werden. Ist alles gut verlaufen.

Dann haben wir noch ein paar Zahlen:

Die Einnahmen unserer Flohmärkte liegen bei fast € 7.000.

Zum Thema Flohmarkt suchen wir dringend wieder Lagerräume. Das Haus der Raiffeisenbank in Bidingen wird abgerissen und wir brauchen neue Räume, mind. 120 qm. Die Räumlichkeiten sollten ebenerdig sein.

Dann konnten wir 24 Kater und 57 Kätzinnen kastrieren lassen. So kann hier schon mal kein Nachwuchs mehr kommen.

Unsere Tierarztkosten betrugen € 19.300,-- und das müssen wir erstmal erarbeiten.

Wir haben bis jetzt in diesem Jahr 44 Katzen, 28 Hunde, 3 Meerschweinchen, 2 Pferde und 3 Hasen vermittelt.

Mitte November hat unsere Dackeldame Kathy mal wieder einen Ausflug bzw. besser gesagt Ausbruch aus dem Garten gemacht. Diesmal ist es leider nicht glimpflich abgegangen. Sie muß muß wohl auf dem Rückweg gewesen sein, als sie die Bekanntschaft mit dem Vorderreifen eines Autos machte. In der Dunkelheit konnte sie auf der Hauptstraße der Autofahrer leider nicht sehen und so ist es passiert. Sie hat ganz viele Prellungen, Quetschungen und Blutergüsse und kann hinten nicht stehen, Hier ist viel Geduld gefordert und wir hoffen, daß sie bald wieder die Alte ist, na ja, besser eine neue Kathy, denn die alte haut immer wieder ab. Mal abwarten.

Dann hatten wir kurzfristig noch ein Sorgenkind. Unser Bubi aus der Beschlagnahmung hat einen Pferdehuf abbekommen, der ihn ausgerechnet am Kopf getroffen hat. Die Pferde waren durchgegangen und Bubi, der die 3 kennt, sah keinerlei Veranlassung Elisabeths Aufforderung Folge zu leisten und in den Tiefschnee zu gehen. Eines der Pferde ist zwar über ihn drübergesprungen, hat Bubi aber doch mit der Hinterhand getroffen.Er war drei Tage beim Tierarzt, hat sehr bald wieder gefressen und das Schädel-Hirn-Trauma nach kurzfristiger Boxenruhe gut überstanden. Jahrelang passiert nichts und dann auf einen Schlag gleich 2 schwere Unfälle innerhalb von 2 Wochen.

Darum möchten wir uns hier an dieser Stelle bei allen bedanken, die uns immer helfen, wenn Hilfe benötigt wird, hautsächlich bei unserem

Flohmarkt-Team Anika und Evi, Traudl, Mai, Lotte und Renate (Renate hat gerade einen Bandscheiben-Vorfall und ist außer Gefecht, Lotte muß ihr bei der Versorgung der Tiere helfen), Helga, Sibylle, Tanja und Marco und natürlich unserem Allround-Genie Michael Bähner.

Unserer unermüdlichen Elisabeth, die stets für die Hunde da ist und die die Internetseite in Schuß hält, möchten wir besonders danken sowie ein spezieller Dank an unsere Katzenmama Brigitte, der kein Weg zuviel ist, wenn es um Kastrieren von Katzen geht. Ständig ist sie damit beschäftigt, die bei uns im Haus befind-

lichen Katzen zu versorgen.

Auch Rebecca steht uns mit Rat und Tat immer wieder zur Seite und erzieht mit Sachverstand die Hunde. Danke an Manuela, die heuer eine Welpenschar versorgt hat.

Danke auch an alle Haussammler, die emsig bemüht sind, unsere Finanzen auf Vordermann zu bringen. Danke auch an unsere lieben Spender und Sponsoren, ohne die wir vieles nicht verwirklichen könnten.

Schildbürgerstreich in der Gemeinde in Halblech?

Wo bleibt der Tierschutz  in dieser Gemeinde?

 

Die vielen herrenlosen Katzen in zahlreichen Gemeinden im Ostallgäu stellen ein großes Problem dar.

Für diese Katzen ist kostenmäßig die Gemeinde verantwortlich. Nun gibt es viele Menschen, die meinen, wenn man die Katzen füttert, tut man diesen armen Geschöpfen einen Gefallen. Das ist im Ansatz sicher okay, aber es löst das Problem nicht. Die Kätzinnen müssen kastriert werden, sonst ist in kurzer Zeit eine große Katzenplage vorhanden und man kommt mit dem Füttern nicht mehr nach.  

Nun wollte sich die Gemeinde Halblech mit diesem Problem auseinandersetzen und nachdem 15 kleine Kätzchen eingefangen wurden und ins Tierheim kamen, wollte man aktiv werden. Die Kosten für diese Unterbringung hat lt. Satzung die Gemeinde zu tragen. Die betragen pro Fundkatze € 15,-- täglich für 28 Tage, lt. Auskunft der Gemeinde. Nach Angaben des Tierheimes sind es aber € 4,50 pro Tag. Es wurde eine Zusammenkunft arrangiert mit dem örtlichen Tierheim, einem Mitarbeiter vom Veterinäramt, einem Tierarzt und dem Hauptamtsleiter der Gemeinde Halblech. Hier wurde beschlossen, daß die streunenden Katzen eingefangen werden sollten, zum Tierarzt kommen und kastriert werden und dann wieder ausgesetzt werden. Man wolle Futterstellen für diese Katzen einrichten. Die Kosten würde größtenteils die Gemeinde übernehmen. Das war die Theorie. Die Praxis sah dann so aus, daß der Gemeinderat in einer Sitzung von Ende Oktober beschloß, das machen wir aber nicht. Das kostet viel zu viel Geld. Man wolle abwarten. Dieses Abwarten bedeutet aber, daß weitere kleine Katzenbabies auf die Welt kommen. Machen Sie sich einmal die Mühe und rechnen Sie aus, was eine unkastrierte Kätzin in 4 Jahren an Nachkommen auf die Welt bringt. Die Kätzin bekommt 2 x im Jahr je 3 Babies, wovon die Hälfte Katerchen sind. Die Weibchen sind mit 7 Monaten geschlechtsreif. Das ergibt die erschreckende Zahl von 400 Katzen in nur vier Jahren. 

Nun gibt es doch ein bißchen Wirbel um die geplante Aktion und für zusätzliche Verwirrung sorgt ein Gespräch der Allgäuer Zeitung mit dem Hauptamtsleiter Brandl der Gemeinde Buching. Nach einem Bericht in der AZ vom 8.11. will man nun den Bürgern, die diese "wilden" Katzen füttern, ans Herz legen, die Tiere nicht mehr zu füttern. "Wildkatzen gehören in die Wildnis.". Es müssen Schildbürger am Werke sein oder weiß die eine Hand nicht, was die andere tut? 

Im Gemeindeblatt der Gemeinde Halblech vom Nov. möchte man noch die Futterstellen für streunende Katzen wissen und will eine neue Futterstelle einrichten. Außerdem ist die Frage, wie die Gemeinde diese streunenden, "wilden" Katzen einfangen möchte. Wer soll diese Aktion durchführen? Es ist nämlich gar nicht so einfach, wilde Katzen einzufangen. Da braucht man schon etwas Erfahrung.   

Besorgte Bürger und Katzenhalter haben haben nun bei uns angerufen, daß sie befürchten, daß wir auch ihre Hauskatzen einfangen könnten, denn von Herrn Brandl soll u.a. in einem Gespräch geäußert worden sein, daß die dann kastrierten Katzen ausgesetzt werden zwischen Buching und dem Bannwaldsee. Sieht in der Gemeinde Halblech Tierschutz wirklich so aus? 

Ist die Gemeinde gar tierfeindlich? Vor einem Jahr gab es ebenfalls eine sehr erregte Diskussion um die Erhöhung der Hundesteuer. Die Gebühren wurden erhöht von € 40,-- auf € 70,-- für den ersten Hund und von € 80,-- auf € 250,-- für den zweiten Hund. Ist das eine Luxussteuer für die Tierliebe? Es gab Interessen-Gemeinschaften von Hundebesitzern, man führte Gespräche mit der Gemeinde, aber die Erhöhung der Hundesteuer war beschlossen. Man wolle dann von den Mehreinnahmen u.a. Hundeklos aufstellen, aber bis heute sucht man im gesamten Gemeindebereich vergeblich nach einer Hundetoilette

Es wurden am 8. Nov. in Halblech insgesamt 7 Kätzinnen und 3 Kater eingefangen und kastriert. Wer wird die Kosten übernehmen? Vermutlich doch wohl mal wieder der Verein Arche Noah Tierhilfe. So haben wir inzwischen bestimmt im Jahr 2012 ca. 80 bis 100 Katzn auf unsere Kosten kastrieren lassen. Ein Faß ohne Boden. Der Kampf gegen Windmühlen!!!  

Jahresbericht 2011

Auch im vergangenen Jahr gab es wieder viel zu tun und die Arbeit im Tierschutz selbst reißt nicht ab.

Die Leute, die sich gedankenlos ein Tier anschaffen und dann muß es plötzlich wieder weg, werden leider immer mehr. Tiere gehören in unserer Wegwerf-Gesellschaft leider vermehrt dazu. Auch wird die Zahl der jenigen, die die Kosten für die Tiere nicht mehr aufbringen können, immer mehr. Auf der anderen Seite kommen Tiere aus dem Ausland in immer größerer Zahl dazu.

Man sollte sich sehr genau überlegen, ob man speziell einen Hund aus dem Ausland nimmt, denn die sogenannte Hunde-Mafia verkauft Welpen aus dem östlichen Ausland, hauptsächlich Rumänien, Polen, Slowakei, die fast alle sehr krank sind. Diese Hunde sind meistens nicht entwurmt und tragen oft gefährliche Krankheiten wie Parvovirose etc. in sich. Der Käufer handelt nicht aus Mitleid, wenn man einen Hund zu sich nimmt, denn je schneller die Hunde abgegeben werden können, je schneller wird wieder nachproduziert. Ein Kreislauf ohne Ende. Die Hundemüter als Gebärmaschinen und Einnahmequellen.

Wir konnten 2011 insgesamt 12 Hunde und 37 Katzen vermitteln, 5 Meerschweinchen, 6 Hasen und 1 Pferd fanden neue Besitzer. Die Vermittlungen sind rückläufig, im Gegensatz zu 2010, da waren es 19 Hunde und 49 Katzen. Da es an allen Ecken und Ende Tiere gibt, die teilweise regelrecht verramscht werden, ist das auch kein Wunder. Die Verweilzeiten bei uns haben sich teilweise verdoppelt. Da die Tiere aber bei uns in der Familie leben, ist das für die Tiere nicht ganz so tragisch, aber wir sind dadurch nicht mehr so flexibel in der Aufnahme. Gerade haben wir bei Katzen wieder Aufnahmestopp, denn bei uns tummeln sich z.Zt. 30 Katzen.

Ein trauriges Hundeschicksal hat unser Timmy hinter sich. Wir konnten ihn 2009 mit 9 Jahren aus sehr schlechter Haltung übernehmen und direkt an ein älteres Ehepaar mit Haus und Garten vermitteln. Im letzten Jahr verstarb das Herrchen und in diesem Jahr kam das Frauchen ins Krankenhaus. Timmy kam zu uns auf Pension und als Frauchen noch im Krankenhaus war, kam ein Anruf von der Verwandschaft, wir sollten den Hund einschläfern lassen, das Frauchen kommt nicht mehr zurück. Leider ist dann auch das Frauchen verstorben und der Hund war sehr traurig. Bei ihm kamen dann relativ schnell Arthrose in den Hinterläufen und er konnte kaum noch laufen und hatte große Schmerzen, so daß wir uns von ihm trennen mußten. Besonders tragisch daran war, daß sich jemand gemeldet hatte, der Interesse an dem Hund zeigte. Leider zu spät für das arme Tierchen.

Unsere Trixie, die im vorletzten Jahr ziemliche Probleme mit dem Laufen hatte - sie wurde operiert -ist wieder top drauf und kann durch die Gegend springen. Es zeigt sich immer wieder, daß die Menschen zu ungeduldig sind und bei Operationen der Tiere an den Beinen einfach zu schnell erwarten, daß sie wieder normal laufen können.

Auch unser großes Sorgenkind Shani ist wieder toll in Form. Am 5. Jan. 2011 hatten wir Termin zur Amputation des Beines, da die Knochen im Sprunggelenk total löcherig waren und brechen konnten, da aufgrund der Leishmaniose die Therapie nicht angeschlagen hatte. Ich hatte dann darauf bestanden, zwischen den Feiertagen noch eine Untersuchung bei unserem Tierarzt in Reutte zu machen und von dem Ergebnis waren wir alle sehr freudig überrascht. Nach langer, langer Zeit fing der Knochen doch an, sich wieder aufzubauen. Die Therapie sprach endlich an. So konnten wir der Shani das Bein erhalten. Jetzt braucht sie noch Tabletten und Diätfutter für die Leishmaniose und wir sind sehr zuversichtlich für die Zukunft. Auch das ist inzwischen überholt.

Unser alter Herr Mogli, der Neufundländer aus dem Kuhstall, hat sich gefangen. Die neuen Besitzer, Ulrike und Männe, sind sehr viel mit ihm unterwegs. Er liebt die großen Spaziergänge und da ich in der letzten Zeit mit meinen alten Weibern am Krankenhaus in Füssen am Lech unterwegs war, trafen wir die Herrschaften beim Spaziergang. Mogli ist mit anderen Hunden freundlich und nett und hier hat sich der Einsatz in Zusammenarbeit mit dem Tierheim Rieden gelohnt.

Über ein Jahr ist jetzt der Border-Collie Looki bei uns. Der Hund ist recht schwierig und braucht eine starke Hand. Er sollte unbedingt etwas lernen und beschäftigt werden und so waren wir recht erfreut, daß sich eine junge Frau gemeldet hat, die den Hund als Rettungs- hund ausbilden lassen wollte. Irgndwie hat es dann aber doch nicht geklappt, denn der Hund hat gebissen.

Zwei schwarze Hunde aus Thailand (Bonita und Basko) sind über unsere Sponsorin bei uns gelandet, da sie vom deutschen Zoll beschlagnahmt waren wegen Einreiseformalitäten etliche Monate in Quarantäne in einem Tierheim verbrachten. Sie hatten über 6 Monate auf unserem Pflegeplatz bei Frau Bähner zugebracht. Das Hündin war zudem recht zickig und hat die anderen Hunde gemobbt.

2 Hunde, die von einer Organisation von Griechenland geholt und dann direkt an die neuen Besitzer vermittelt wurden, sind auch bei uns gelandet. Hier hat sich wieder einmal gezeigt, daß es nicht immer ratsam ist, Hunde aus dem Ausland direkt an neue Besitzer weiterzuvermitteln, denn wenn es Probleme gibt, hat der Hund keine Pflegestelle, wo er wieder aufgenommen werden kann. Inzwischen sind Dixie und Chester durch uns vermittelt, aber es hat auch längere Zeit gedauert, bis die richtigen Leute für diese Hunde kamen.

Ganz schnell klappte die Vermittlung von Bobby, einem Hund aus Mallorca, der sein Herrchen verloren hatte und Frauchen kam nach Deutschland zurück und konnte den Hund nicht behalten. An diesem süßen kleinen Knirps hatten wir viel Freude.

Dann konnten wir auch sehr schnell einen Schäferhund-Welpen vermitteln, den eine türkische Familie aus Oberzollhaus übernommen hat. Diese Familie wohnte im Hochhaus im 5. Stock. Der Hund hatte ziemlichen Durchfall und die Familie war dann beim Tierarzt, der Giardien feststellte. Dann kam heraus, daß in dem Haus keine Hunde erlaubt sind, und so fand dieser kleine graue Schäferhund-Welpe bei uns Aufnahme. Er stammt von dem sogenannten Züchter, wo die Veterinärämter vom Ober- und Ostallgäu schon lange versuchen, diesem das Handwerk zu legen, aber man findet viele Tricks und es wird immer noch munter weiter „gezüchtet."

Aufgrund der veränderten Lebensumstände kam Branko zu uns, ein Pointer, der ursprünglich aus Frankreich von einem sehr schlechten Züchter über eine Tierschutzorganisation ins Tierheim nach Kempten kam und von dort nach fast einem Jahr im Tierheim vermittelt wurde. Dann fand eine Trennung statt und die Frau ging mit Kind zurück nach Norddeutschland, aber der Hund konnte leider nicht mit. Das Tierheim Kempten hatte keinen Platz, so kam er zu uns.

Auch unser großer Teddybär, der Rottweiler Pascha kam zurück. Angeblich hat das frühere Herrchen einen Superposten in Hamburg angeboten bekommen, den mußte man annehmen und da konnte der Hund nicht mit. Die Freundin gab es auch nicht mehr und dem Vater war die Übernahme des Hundes zuviel, obwohl es vorher gehießen hatte, Freundin und Vater kümmern sich auch um den Hund. Wir vermuten, daß die Rückgabe aufgrund des erforderlichen Wesenstestes erfolgt ist. Inzwischen lebt der Hund in Füssen und alles ist hoffentlich bestens.

Dann hatten wir noch einige Fälle von schlechter Tierhaltung. Auf einem sogenannten Gnadenhof in unserer Nähe herrscht das Chaos. Viele der Tiere: Pferde, Schafe, Hunde und Katzen sind krank und nicht in gutem Zustand. Es ist leider immer wieder das Problem. Sobald sich jemand findet, der Tiere aufnimmt, wird dieser mit vielen Tieren überhäuft. Bei einigen läuft das schon auf Tiermessie hinaus, weil man nicht nein sagen kann. Auch auf dem Hof scheint es erhebliche finanzielle Probleme zu geben. Es sollen über 120 Tiere vorhanden sein und kaum jemand, der bei der vielen Arbeit hilft. Es werden kranke Hunde aus Rumänien vermittelt, womit wir wieder beim Thema wären.

Bei den Finanzen fällt mir gerade ein, daß wir in diesem Jahr bisher 21 Kater und 33 Kätzinnen kastrieren ließen. Unsere Tierarztkosten beliefen sich auf: € 13.860,--.

Die Einnahmen waren allerdings nicht so berauschend. Mit unseren 6 Flohmärkten kamen wir auf knapp € 5.000,-- Umsatz. Hierbei müssen wir immer wieder feststellen, daß es außerordentlich schwierig ist, einen Laden zu finden, wo wir für eine Woche mal einen Flohmarkt machen können. Wir waren im Herbst/ Winer 2011 2 x in Reutte. Da ist es etwas einfacher mit einem Laden, aber da fehlen die Touristen. Die Ladenbesitzer in Füssen wollen uns einfach nicht, weil sie glauben, Flohmärkte sind eine dreckige Angelegenheit. Dabei geht es bei uns sehr gesittet und ordentlich zu, mit sauberen Gegenstände, die zu verkaufen sind. Wir bekommen so viele schöne Sachen, die wir gerne verkaufen möchten, um das Geld für unsere Tiere zu haben, aber Pustekuchen !! Manchmal ist es schon deprimierend. Schade, daß wir jetzt überhaupt nicht mehr ins Kolpinghaus dürfen, da hatten wir gute Umsätze.

Unsere Haussammlung brachte etwas über € 3.700,-- und es hat mich besonders gefreut, daß 2 neue Sammler dabei waren, die recht gute Erfolge um ca. € 500,-- erzielt haben. Frau Voigt hat sich mit € 1.000,-- auch die Hacken abgelaufen. Danke an Rosemarie und an Lotte. Ich war natürlich auch wieder sehr fleißig in Füssen im Weidach und in Seeg erlief ich über € 1.000,--. Diese Haussamm- lungen sind schon ganz schön anstrengend und man muß sich einiges anhören von Hundekot über blöde Katzen etc., aber was solls. Vielen

Dank an alle Sammler.

Das Sommerfest in Nesselwang war wettermäßig diesmal wieder toll, aber es war fast zu heiß. Viele Leute sind lieber baden gegangen. Der Umsatz war ganz ordendlich, aber für die Unkosten zu niedrig. Bei der Gelegenheit möchten wir uns recht herzlich bei allen Helfern bedanken. Bei der Gelegenheit möchte ich mich posthum bei Friedrich, unserem Koch bedanken. Obwohl er schon sehr krank war, hat er am Grill seine Arbeit gemacht. Inzwischen ist er leider verstorben.

Langsam entwickeln wir uns zumindest hundemäßig zu einem Seniorenheim. Nachdem Friedrichs Frau den ganzen Tag arbeitet, kam Vango, ein Schäferhund mit 8 Jahren wieder zu uns zurück. Dann beherbergen wir noch einen 8-jährigen Labrador und auch eine alte Dackeldame mit 11 Jahren ist bei uns untergebracht. Die Kathi haut ab wie eine Rakete und hat einen absoluten Zerstörungswahn, inzwischen aber nur noch im Auto. Die Kabel vom Navi und Telefon mußten gleich am Anfang dran glauben, jetzt wird sie festgebunden, daß sie nicht mehr nach vorne kann, aber da ist der Autositz besonders interessant und hat schon ein großes Loch. Irgendwann habe ich keinen Sitz mehr und so muß ich jetzt ein Lösung mit Box finden. Gestern hatte ich nochmal einen Maulkorb gekauft und bin dann 40 Minuten einkaufen gewesen. Das hat gereicht, auch dieser Maulkorb wurde geschrottet. Eine Handtasche und eine Leine mußen auch schon dran glauben.

Einige alte Katzen mit 10, 9, 8, 7, 6 und 4 sind auch bei uns und die durchschnittliche Verweildauer bei Katzen liegt bei ca. 4 bis 6 Monaten oder länger. Es gibt einfach zu viele Stubentiger. Dann haben wir noch ein Pferd mit 22 Jahren und die beiden Hasen dürften auch schon 4 Jahre alt sein.

Aus einer russisch stämmigen Familie hatten wir 4 Katzen übernommen, 3 Katzen sind im Tierheim gelandet. In dem Haushalt mußten sich 12 Katzen eine Katzentoilette teilen und so sah es auch in der Wohnung in Füssen entsprechend aus. Es ist fast keine Katze kastriert und so gibt es immer munter kleine Katzenkinder aus Inzucht. Hier hatten wir versuchen, noch weitere Katzen zu übernehmen bzw. einige Katzen kastrieren zu lassen, damit endlich mal Ruhe ist mit Nachwuchs.

Ganz besonders viel Ärger hatten wir mit unserem Sorgenkind Lilly, eine kleine Malteserhündin, die vor über einem Jahr vermittelt war und sehr krank wurde. Sie war an beiden Beinchen operiert worden und die Nachsorge hat leider überhaupt nicht geklappt, so daß wir einige Kliniken aufsuchten, um herauszufinden, was genau dem noch alles Hund fehlt. Da es mit der Zusammenarbeit mit dem neuen Besitzer nicht richtig geklappt hat, sahen wir uns gezwungen, den Hund wieder zurückzuholen. Seitdem gibt es großen Ärger, weil die alte Dame den Hund zurückhaben möchte. Leider ist das nicht möglich, weil die Lilly ganz besonderer Behandlung bedarf. Vielleicht findet sich ja doch noch eine gute Lösung für alle Beteiligten, ganz besonders für den kleinen Hund.

Dann hat Familie Bähner ein neues altes Haus gekauft mit ganz viel Platz für Hunde, Katzen, und sonstiges Getier. Das Haus besteht aus mehreren Anbauten, Stallungen und vielen Räumlichkeiten. Aber da heißt es erstmal, umbauen, renovieren und herrichten. Langsam ist so einiges fertig und es schaut sehr gut aus, aber es ist alles sehr viel Arbeit, da kaum Handwerker anwesend sind, selbst ist die Familie, heißt die Devise und das ist alles sehr heftig. Dann hat Elisabeth sich noch beide Hände im September und Mitte Nov. nacheinander operieren lassen, fiel auch hier kurzfristig aus bzw. konnte nicht so wie gewollt. Im Moment muß das alte Haus noch geputzt werden, da sich Interessenten dafür gemeldet hatten.

Man ist rund um die Uhr beschäftigt.

Ich möchte Elisabeth danken für Ihre geleistete Arbeit, auch bedanke ich mich bei Brigitte, die mit den vielen Katzen allein mit der Fütterei, den Katzenklos und der Putzerei schon genug zu tun hat. Dann noch auf den Bauernhöfen herumstolpern und Katzen einfangen, kastrieren lassen und so weiter. Es gibt immer was zu tun.

Danke an Waltraud, die unsere Buchführung gewissenhaft macht und Sibylle, die unsere neue Schriftführerin wird.

Unser unermüdliches Flohmarkt-Team sei noch erwähnt, Anika, Ines, Heidi und Nina sowie Lotte und Renate beim Verkauf. Danke an alle und an Helga zum Aufstellen.

Wir sind zwar nur ein kleiner Haufen, aber wir sind ziemlich unermüdlich und aktiv. Hoffentlich bleibt uns unsere Kraft erhalten, um die zu bewältigenden Arbeiten erledigen zu können.

 

Jahresbericht 2010

Der Mogli (Neufundländer-Mix), der damals aus dem Kuhstall kam und den wir wegen Beißattaken leider ins Tierheim nach Rieden bringen mußten, hat liebe Besitzer gefunden. Ich sehe Ulrike freitags manchmal mit dem Hund durch Füssen spazieren, weil Mogli so gerne durch die Fußgängerzone läuft. Zwischendurch gibt es auch immer wieder Hundetraining.

Besonders gefreut hat uns, daß die Kira (kleiner Schäfer-Mix) nach 2 Jahren einen Platz gefunden hat bei einer Familie in Marktoberdorf. Hier macht sie den Garten noch etwas unsicher, indem sie die Leute wie wild ankläfft, wenn man am Zaun vorbeigeht, aber das wird sich auch noch legen und jetzt ist ja erstmal Winter.

Auch unsere total verängstigte Ginger (schwarzer Schäfer-Mix) aus dem Pferdestall, die eingeschläfert werden sollte, hat nach einem Jahr eine liebevolle Familie gefunden. Sie ist ganz in der Nähe von Frau Bähner in Bernbach. Fast Nachbar ist auch Junky jetzt Ari geworden. Er kam aus Osterzell und sollte im Februar 2008 schon mal abgegeben werden, da war er erst 2 Jahre alt. Aber dann hat man ihn doch behalten, um ihn weiter ohne jede Erziehung herumspringen zu lassen. Mit 4 Jahren hat man sich dann doch vom Hund getrennt und nun mußte er noch alles lernen, Spaziergänge kannte er nicht, weil er Jagdtrieb hat und so war er nur im Garten, kannte keine Leine und auch sonst nichts. Er lebte mit etlichen Katzen im Haus, aber man ließ die Katzen und den Hund nie zusammen in einem Zimmer. Obendrein hatten man ihn ausgepowert, indem er gelernt hat, Schatten nachzuspringen.

Abby eine springlebendige Hündin, die wir als Welpe abgegeben hatten, kam nach 2 Jahren zurück, weil die Familie sich nicht die Mühe machte, mit ihr in die Hundeschule zu gehen und den Hund ausgiebig zu bewegen. Ihre Spaziergänge bestanden dann meistens in einem Ausgang mit einem älteren Herrn, der dem Hund nicht mehr gerecht werden konnte. Sie hat sich dann öfter selbständig gemacht und sich so ihren Ausgang verschafft.

Auch ein Weimaraner sollte zu uns kommen. Da wir noch keinen Platz hatten und auch dieser Hund recht schwierig war und Zeit brauchte, hatten wir ihn zunächst auf unsere Homepage gesetzt. Dort wurde er von einer Familie in Füssen gesichtet und beim ersten Besuch hat man den Hund sofort mitgegeben. Er hatte dort noch einen anderen Hund, aber auch da hat es nicht so toll geklappt und als der Fabio die größere Tochter gebissen hatte, sollte er sofort und auf der Stelle weg. Wir hatten mal wieder ausreichend Hunde und ich bin dann mit Rebecca hingefahren und wir haben mit den Leuten gesprochen und dann den Hund mitgenommen, da man sich nicht mehr zutraute, diesem Hund Herr zu werden. Nach 3 Tagen hat man den Hund dann doch wieder abgeholt und wollte es nochmal versuchen. Der Vorfall mit der Tochter war nicht der erste und ich kann nur hoffen, daß die Leute jetzt endlich an einer konsequenten Erziehung für den Hund arbeiten.

Dann gibt noch den Hund Willi, der aus Spanien (Mallorca) kam und 3 Tage Kurz-Urlaub bei Elisabeth machte. Dieser Hund wurde von einer Dame gemeinsam mit Frau Kraus aus dem Internet bei einer befreundeten Organisation ausgesucht. Wegen der Aschewolke kam er dann verspätet hier an und da waren bereits die avisierten Griechen da und so war für einen Erziehungsurlaub leider keine Zeit mehr. Bei dem Willi mußten wir feststellen, daß im Internet allgemein die Beschreibungen der Hunde recht beschönigt sind und dieser Willi war entgegen der Beschreibung ein echter Terrier, aber es hat dann alles geklappt. Daher sind wir nicht so begeistert, Tiere nach einen Bild aus dem Internet auszusuchen, denn hier hat man allgemein keinen Ansprechpartner bei Schwierigkeiten mit dem Hund.

Ferner kamen 3 Welpen und 1 Teenie aus Griechenland, Anne, Marie, Lore und die Effi. Von der Effi wußten wir, daß sie humpelt und wir dachten, daß wir ihr mit einer Operation helfen können, denn in Griechenland hätte sie keine Chance gehabt. Sie wurde dann am Kreuzband operiert, und da sie auch schon einen neuen Besitzer hatte, bald abgegeben. Aber leider wollte es mit dem operierten Beinchen nicht klappen. Sie lief wieder öfter auf drei Beinen und so haben wir sie in der Tierklinik in Augsburg vorgestellt, wo sich herausstellte, daß zum Kreuzband auch noch die Kniescheibe kaputt ist bzw. die Kniescheibe seit der Geburt nicht richtig ausgebildet ist. Nun hat man wieder operiert und Effi jetzt Trixi bekam eine Kniescheibe gefräst. Nun hoffen wir, daß alles gut ausgeht, aber die Kleine ist dank Physioptherapie auf dem besten Wege. In der letzten Woche hat die Nachkontrolle durch Röntgen ergeben, daß der Oberschenkelknochen verkrümmt ist und ca. 2 cm zu kurz. Es mußte dann die Kniescheibe nochmal operiert werden. Wir drehen jetzt langsam am Rad und wissen nicht mehr, wo wir das Geld für die OP hernehmen sollen. Dann ist Physiotherapie angesagt und zu guter Letzt ist noch ein Unterwasserlaufband im Gespräch.

Dann hatten wir noch 3 Hunde aus Korfu, u. a. auch unsere kleine Henrietta. Zu dem Zeitpunkt war das Haus Bähner fest in griechischer Hand, denn 3 weitere Griechen Spot, Gwendolyn und Adi mit den krummen Füßen waren auch noch da. Irgenwie hat es vermutlich die Henriette geschafft, uns eine Pilzinfektion ins Haus zu tragen. Das war dann eine ganze Portion Arbeit mit Baden und Tierarzt-Rennen und Spritzen für die Hunde und Desinfekton, weil hochgradig ansteckend. Henrietta, eine kleine Malteser-Hündin, ist überhaupt so unser Sorgenkind, denn sie wurde in den Olivenhainen gefunden und war über und über mit Zecken versehen und konnte nicht vernünftig laufen. Sie hatte (Originalton Silvie aus Korfu) so einen komischen Wackelgang. Dieser Wackelgang stellte sich dann als Kniescheiben- Defekt an beiden Beinen heraus und sie wurde inzwischen nacheinander an beiden Beinchen (Patella) erfolgreich operiert. Vermutlich hat sie diesen Schaden auch von Geburt an und es ist wirklich fraglich, unter welchen Schmerzen die kleine Maus täglich zu leiden hatte. Inzwischen ist sie das verwöhnte Einzelkind von einer älteren Dame, die im Herbst den von uns vor 8 Jahren vermittelten Hund veloren hat. Leider war damit das Leid von Henrietta noch nicht zu Ende. Bei einer Untersuchng stellte man einen positiven Titer von Leishmaniose fest, allerdings in geringer Höhe. Die Kleine hat dann immer wieder das Laufen eingesellt und erneute Tierarztbesuche waren notwendig. Henrietta jetzt Lilly ist froh und glücklich, jemanden zu haben, der den ganzen Tag bei ihr ist und wir hoffen, daß die beiden noch recht lange zusammen sind. 2 total schlecht gehaltene und unerzogene Pudel hatten wir ebenfalls im Hause Bähner. Diese beiden kamen wegen eines Todesfalles zu uns und raubten Frau Bähner die letzten Nerven, weil sie sehr viel gekläfft haben. Inzwischen ist nach über 2 Monaten auf dem neuen Platz, die Hündin Mona jetzt Sissi in Stötten beim Spaziergang abgehauen. Es sind jetzt über 6 Wochen, daß sie fort ist und ich glaube nicht, daß sie wieder auftaucht, denn in Stötten kennt sie sich überhaupt nicht aus.

Dann erhielten wir im November 2010 die Hiobsbotschaft, daß ein von uns vor 3 Jahren vermittelter Hund an Leishmaniose erkrankt ist und die Knochen am Sprunggelenk schon total löchrig sind. Es handelt sich hier um eine ganz seltene Form der Krankheit, die auch nicht wie sonst im Blutbild festzustellen ist, sondern nur durch eine Biopsie. Die Hundebesitzerin hat schon jede Menge teuere Arzt- und Klinikbesuche hinter sich, bis das Ergebnis feststand. Nun ist sie finanziell am Ende und wir konnten ihr dank eines Sponsors die notwendige tierärztliche Versorgung bieten. Jetzt ist die Shani in Behandlung und wir hoffen, daß die Medikamente anschlagen und sie bald ohne stützenden Verband am Sprunggelenk wieder durch die Gegend toben kann, denn Shani ist erst 3 Jahre alt. Die Ereignisse haben sich überschlagen und die Knochen im Sprunggelenk lösten sich auf und eine Amputation schien unumgänglich. Dann haben endlich nach etlichen Wochen und Monaten die Medikamente angeschlagen und der Knochen zeigte sich im Röntgenbild. Sie bekommt momentan Mittel gegen die Leishmaniose und es scheint soweit im Griff zu sein.

Im Dezember hatte Elisabeth einen kleinen Teddybär bei sich, einen kreuzbraven Rottweiler aus Füssen, der auch nur übrig gewesen ist. Damit ihr mit diesem Tierchen nicht zu langweilig ist, mußte noch ein außerordentlich schwieriger Bordercollie-Mix ins Haus, eine schwarz-weiße Rakete, die unbedingt beschäftigt werden musste. Beide Rüden wurde inzwischen kastriert, gechipt und geimpft, was alles von den Vorbesitzern nicht gemacht worden ist.

Zwischendurch noch ein paar Zahlen:

Wir konnten 25 Hunde, 45 Katzen, 4 Hasen, 1 Pferd und 1 Meerschweinchen vermitteln.

Unsere Einnahmen von 6 Flohmärkten lagen bei über Euro 6.000,-- und jetzt wird es wieder etwas schwieriger, weil wir auch im Kolpinghaus, wo wir bald 7 Jahren waren, nicht mehr unsere Flohmärkte machen dürfen. Es ist leider so wie immer, Tiere sind auf der ganzen Linie nur übrig und es ist sehr selten, daß man uns entgegenkommt. Gerade haben wir von der Stadt Marktoberdorf eine Absage bekommen und auch woanders sind wir nicht willkommen und werden mit fadenscheinigen Argumenten abgespeist, wenn wir in leerstehenden Läden mal einen Flohmarkt machen wollen.

Frau Schröder hat in der Altstadt von Füssen eine Möglichkeit gefunden, wo wir in einer großen Doppelgarage einen Flohmarkt machen können, wenn wir wollen auch monatlich und im Sommer wäre noch einen Gartenanteil dabei. Warten wir mal, wie es weitergeht.

Dann haben wir wie immer recht hohe Tierarztkosten zu verzeichnen. Sie betragen insgesamt ca. 15.200,-- Euro.

Dann sollen wir noch 4 kleine Kätzchen mit 4 Monaten übernehmen und 3 erwachsene Kätzin zum Kastrieren. Anfang Dezember kamen von einem sehr schnell verstorbenen älteren Herren, 2 Katzen mit 10 Jahren, die dringend eine Zahnsanierung brauchen. Die Tiere haben noch nie einen Tierarzt gesehen. Kurz darauf wieder ein Anruf: eine zugelaufene Kätzin bei uns oben in Amberg hat in der Tenne Zuflcht gesucht mit 4 kleinen Katzenbabies. Die quartieren wir wieder aus nach Weizern, denn wir sind übervoll. Z.Zt. haben wir wieder 27 Katzen von 8 Wochen bis 11 Jahren und mit der Vermittlung wird es immer schwieriger, weil die Zeitungen seit Monaten voll sind mit Katzen zu verschenken und an jedem Supermarkt hängen Zettel mit Katzen. Heuer geht es permanent durch mit einer ständigen Zahl von fast 30 zu vermittelnden Katzen bei uns in Seeg. Seit im April die erste schwangere Katze kam, ging es Schlag auf Schlag. Katzenmama aus Zell bekam 3 Babies, Mama aus Pforzen mit 5 Babies, Bell aus Halblech mit 4 Babies. Hier bekam die Besitzerin der Katze das 3. Kind vom 3. Mann und da man in der Schwangerschaft geraucht und getrunken hat, war das neue Menschenbaby angeblich durch die Katzen gefährdet und Nachbarn haben die 5 Katzen dann zu uns gebracht. Weiter kamen 3 ausgesetzte Babies aus Immenstadt, 3 Katzenbabies aus Mauerstetten, und hier eine übrige Katze und da die nächste.

Aus einem Haushalt in Füssen sollten wegen Umzug 13 Katzen, die teilweise sehr scheu waren, abgeholt werden. Die Katzentante war seit Wochen nicht in der Lage, die Katzen ins Tierheim zu bringen und das Tierheim hat sie auch nicht abgeholt. Die kriegen wie die anderen Tierheime aus Pesonal- und Kostengründen auch nichts außerhalb auf die Reihe. Wenn man die Tiere hinbringt, klappt es ja noch gerade noch. Frau Schröter und ich haben die Katzen dann abgeholt und 8 ins Tierheim gebracht. Alle Katzen waren natürlich nicht entwurmt, geimpft und ich glaube nur 3 Tiere waren kastriert. Von den 5 Katzen bei uns ist nur noch die Jessy da. Geld hat die gute Frau bis auf € 50,-- natürlich nicht bezahlt, obwohl € 50,-- monatlich vereinbart waren. Auf dem Balkon der Wohnung im 3. Stock standen noch etliche große Säcke mit benutztem Streu und die gute Frau war sicher mit allem überfordert.

Einige unserer Katzen konnten auch an sehr gute Plätze abgegeben werden. Unsere blinde Fatima hat in Kaufbeuren als Wohnungskatze eine liebevolle Besitzerin gefunden, die ihr morgens, wenn sie zur Arbeit geht, einen Parcour mit Futter bastelt, damit sie beschäftigt ist, wenn keiner da ist. Super Idee.

Unser alter Tristan mit seinen 11 Jahren hat einen Platz gefunden und auch Hella und unser Dickerle Claudine, die fast 2 Jahre bei uns waren, konnten vermittelt werden. Claudine kann jetzt auf die Dachterrasse, aber abgespeckt hat sie noch nicht.

Im April konnten wir aus Kaufbeuren eine alte Kätzin übernehmen, die aus einer total vermüllten Wohnung kam. Hier war der Katzenbesitzer, ein Alkoholiker ins Krankenhaus gekommen und die Versorgung der Katze nicht mehr gewährleistet. Mülli mußte geschoren werden, weil sie total verfilzt war und einige Zähne waren zu ziehen, aber sie hat sich gut eingelebt. Hier war das Tierheim Beckstetten, die weiß Gott viel näher dran ist, nicht in der Lage, die scheue Katze mit der Falle einzufangen. Man hat keine Leute und wenn die Falle da unbeaufsichtigt steht, könnte sie ja geklaut werden. Wir haben das Tier dann in Teamwork und Nachbarschaftshilfe mit der Falle gefangen und ärztlich versorgen lassen. Die Tierarztkosten wurden übernommen vom Tierheim.

Die Mamakatze mit den 3 Kindern, die zur Elisabeth kamen, waren auch mal wieder übrig, da der Besitzer der Katzen umgezogen war und die Katzen blieben da. Hier haben wir eine Anzeige bei der Polizei gemacht und da fiel dem Herrn Besitzer dann ein, er war ja noch gar nicht komplett umgezogen. Er wollte die Katzen dann schon noch holen.

Eine tierliebe Dame hat in Pforzen/Rieden auf den Bahnschienen beim Spaziergang mit dem Hund 3 kleine Kätzchen spazieren laufen sehen. Sie hat dann im nahen Gras nach der Mama gesucht und statt dessen noch 4 weitere Katzenbabies gefunden. Es waren dann insgesamt 7 Babies, alle rot oder rot-weiß und creme, ganz goldig, aber ganz schön viel Arbeit. Die Katzen sind dann bei der Finderin geblieben, die alle Hände voll zu tun hatte und auch die Katzen alle vermittelt hat. Die Kosten für Futter und Tierarzt wurden wie üblich von uns übernommen.

2 Katzen sind uns immer wieder abgedüst und haben jetzt in der Nachbarschaft einen Platz gefunden. Felix, ein Kater mit 5 Jahren, hat sich bei uns einfach nicht wohl gefühlt mit den anderen Katzen und er hat lange gesucht, bis er einen schönen Platz gefunden hat. Julie hat sich das Netz immer vom Haken am Balkon im I. Stock gepobelt, das hat sie von Jessy gelernt, die aber nicht vom Wintergartendach gesprungen ist. Julie ist auf der anderen Seite bei den Nachbarn eingezogen. Da kann sie auch bleiben, wenn sie will. Sie wird von der kleinen Kätzin dort geduldet. Julie ist ein Freigänger. Sie ist dort wo sie war, zugelaufen und hat die Babies mitgebracht. So landete sie bei uns und ist inzwischen natürlich auch kastriert.

Insgesamt haben wir 22 Kater und 27 Kätzinnen kastrieren lassen.

Dann wird im Frühjahr vermutlich noch eine Beschlagnahmung von etlichen Tieren stattfinden. Es handelt sich um Ziegen, Enten, Tauben, Hühner und viele, viele Meerschweinchen.

Und noch ein paar Zahlen: Die Haussammlung war auch wieder so einigermaßen erfolgreich, aber der eine oder andere Sammler hat heuer etwas geschwächelt, andere, wie unsere Frau Voigt mit Mitarbeiterin waren dagegen sehr erfolgreich. Es kamen hier ca. Euro 3.000,-- zusammen,. Es ist ein recht mühsames Geschäft, aber wir brauchen das Geld. Muß mich gleich selber loben, habe über Euro 1.000,-- erlaufen, danke auch an alle anderen Sammler.

Das Sommerfest fiel heuer leider dem Wetter zum Opfer. Es hat zwar nicht mehr so heftig geregnet, aber es war recht windig, besser gesagt stürmisch und war haben dann absagen müssen, so sind wenigstens nicht ganz so hohe Verluste eingefahren worden.

Dann lief im Dezember noch ein Gewinnspiel von Dynasty-fun, ein Unternehmen für Qutdoor-Sports. Hier wurde ein motorisiertes Board von der Firma gesponsert, von den phantastischen 4 signiert und jetzt  versteigert. Der Gewinn wird zu gleichen Teilen zwischen der Arche Noah Tierhilfe und dem Kinderhospiz, Bad Grönenbach aufgeteilt. Eine tolle Idee. Es war nicht sehr viel Geld eingenommen worden, aber immerhin € 240,--.

Wir bedanken uns bei unserem Vorstand und Beirat für die geleistete Arbeit bedanken, bei Waltraud für die Buchführungsarbeit, bei dem unermüdlichen Flohmarkt-Team, hier wird eingesammelt, sortiert und verkauft, danke an Brigitte, Sibylle, Ines und Heidi, Mai sowie Anika und an unsere neueste Hilfe, Nina, die sich um die Katzen gekümmert hat, bis sich eine Schwangerschaft einstellte, nun kam der Flohmarkt und was finden wir, wenn das Baby im Feburar erst da ist? Ganz besonders möchte ich mich bedanken bei Brigitte, unserer Katzenmama und Elisabeth unsere Hundetante, ohne die beiden geht nichts bei uns. Und ein paar Männer haben wir auch noch, die ständig gefordert sind: Alex und Michael und wenn er nicht gerade Frühstück kaufen muß und nicht in die Pötte kommt auch der Toni. Ja, auch das vergangene Jahr 2010 war wieder mit sehr viel Arbeit verbunden. Die Katzen, die sich bei uns in Seeg aufhielten waren fast ständig um die 30 und wir hatten nicht wie sonst in den Jahren zuvor, mal Zeit etwas Luft zu schnappen mit der vielen Arbeit. Wenn 1 Katze vermittelt war, kamen gleich 2 neue. Auch unsere stets aktive Hundefreundin Elisabeth mußte kurzfristig eine Mama mit 3 Babies aufnehmen. Bei den Hunden kam auch ein Notfall nach dem anderen.

Hier wohnten Mensch und Katze ,

gibts das vielleicht auch in Ihrer Nachbarschaft?

Nachdem der Bewohner dieser "Behausung" ins Krankenhaus kam und wohl auch nicht mehr dorthin zurückkommt, ging es um die Versorgung der Katze.
Das zuständige Tierheim war nicht in der Lage, nach 10 Tagen eine Lösung für das Tier zu finden und so erhielten wir einen Anruf. Zum Glück hatten wir in der Nähe 2 Mitglieder wohnen, wovon sich eine Familie um die Fütterung der Katze gekümmert hat. Wir hatten uns dann selbst ein Bild vor Ort gemacht, (immerhin 52 km hin und zurück) und dann beschlossen, eine Falle aufzustellen. Das ist dann auch am nächsten Tag in der Früh passiert und mittags bereits war die Katze in der Falle. Sie wurde dann von einem anderen Mitarbeiter abgeholt, da die Familie die die Katze fütterte, kein Auto hat, und so kam die Katze zum Tierarzt zur Erstversorgung. Es wurde dann festgestellt, daß es sich um eine Kätzin handelt, die wir Milly getauft haben. Sie ist ca. 12 bis 13 Jahre alt und ihr wurden Zähne gezogen, die unter Eiter waren und eine Ungezieferbehandlung erfolgte ebenso wie eine Entwurmung. Da das Fell der Katze am Rücken total verfilzt war, mußte sie geschoren werden. Wir haben uns dann nochmal 56 km auf den Weg von Seeg gemacht und die Katze zu uns geholt. Sie ist noch sehr scheu nach 2 Wochen, aber das wird schon noch und so wird Milly bei uns wohl ihr Gnadenbrot erhalten. Foto folgt, wenn wir sie zu Gesicht bekommen. Das Tierheim hat sich für unsere Arbeit bedankt und die Tierarztkosten übernommen.

Allgäuer Zeitung 11.09.2009

Allgäuer Zeitung 29.08.2009

Timmy ist ein etwa 10 Jahre alter Schäfermix Rüde, der aus schlechter Haltung kommt. Er durfte nicht mehr in die Wohnung, da er wohl mal reingemacht hat. Für Timmy war diese Haltung ein absolutes Trauma, da er sehr Menschen bezogen ist, und nicht gerne ohne Ansprache. Auf dem Bild sieht man deutlich das er mit 29 kg immer noch an Untergewicht leidet, aber er hat hier bereits gut 3 kg zugenommen in drei Wochen, denn als wir ihn übernommen haben wog er gerade mal 26 kg. In seiner neuen Familie fühlt er sich sichtlich wohl, hat noch nicht einmal rein gemacht und folgt seinem neuen Frauchen auf jedem Schritt.

12.05.: Ginger ist sehr verängstigt. Beim täglichen Spaziergang ist sie sehr gestresst, hächelt und läuft einem immer vor die Füße. Laut werden darf man in ihrer Gegenwart auch nicht, da sie sich dann sofort verkriecht. Ginger braucht viel Liebe und Geduld, damit sie ihre negativen Erfahrungen überwinden kann. Problemlos kommt sie mit Artgenossen, Katzen und Kindern zurecht und zeigt keinerlei Agressivität.

Heute am 04.05. habe ich zusammen mit meinem Hund Sam "Ginger" abgeholt. Sie ist eine im Juni 2008 geborene Schäfermix- Hündin. Eigentlich sollte diese Hündin heute eingeschläfert werden, da sie angeblich ein Kind gebissen und Hühner gerissen haben soll. Als ich Ginger bei einem Tierfreund übernommen habe, war auch der Sohn des Tierfreundes anwesend (ca. 5 Jahre), dem Ginger so im Vorbeigehen das Brot aus der Hand genommen hat. Sie zeigte aber überhaupt keinen Hang zur Aggressivität. Ginger war mir gegenüber sehr ängstlich und sehr mißtrauisch, stieg dann aber doch zu meinem Hund Sam ins Auto. Daheim angekommen wurde sie von unserer Katze Cleo begrüßt und Ginger war sehr freundlich zu ihr. Dann habe ich ihr die Enten gezeigt. Auch hier reagierte sie eher ängstlich,  jedoch auf keinen Fall als aggressiver Jäger. Der erste Spaziergang war sehr aufregend, und da es hieß, die Vorbesitzer haben auch Pferde, dachte ich mir auch nichts dabei, die Hündin mit an unseren Stall zu nehmen. Beim Anblick der Tiere bekam Ginger eine solche Panik, daß sie sich zitternd verkroch und glücklich war, als wir endlich wieder gingen. An der linken Hinterpfote hatte Ginger Anfang März eine schwere Verletzung, die tierärzlich versorgt wurde, da Gott sei dank, die Tierfreundin den Hund zum Spaziergang abholen wollte. Ginger hat nur den Verlust von 3 Zehen davongetragen. Man sagt viele Wege führen nach Rom, ich sage, manche auch zur Arche; so wurde Ginger der letzte Gang erspart, der heute eigentlich für sie geplant war, da laut Aussage, kein Tierheim bereit war, sie kostenlos aufzunehmen und der Hund einfach nur übrig war und man ihn schnellstens loswerden wollte.

 

Hallo liebe Frau Bähner,

ich kann Ihnen kaum sagen, wie sehr ich mich freue, dass Ginger lebt!! Als ich am Sonntag von dem Vorhaben erfahren habe,  war ich total schockiert. Noch immer kann ich nicht nachvollziehen, was in den Köpfen von diesen Menschen vor sich geht.

Umso schöner und wertvoller ist es Menschen wie Sie kennen zu lernen. Es ist wirklich ernüchternd, wie schwierig es ist Tieren zu helfen.

Wir haben heute noch ein paar Bilder von Ginger gemacht, wie sie bei uns war. Eines finden wir besonders schön, ich werde es Ihnen an die Mail dranhängen.

Ich habe mir Ihren Bericht über Ginger bei Arche Noah angesehen und finde ihn richtig gut geschrieben. Es ist schön, zu wissen, dass für Ginger jetzt die Sonne wieder aufgeht. Sie hat es sich meiner Meinung nach verdient. Auch meine Kinder sind der Ansicht. Meine Tochter hatte heute nochmal Tränen in den Augen, aber diesmal, aus Freude. Dabei sagte sie zu mir: Mama Ginger ist die beste Hündin auf der ganzen Welt und Tommi (unser Struppelwauzi) der beste Mann!

Ganz ehrlich, so ein Hund soll ein Kind gebissen haben, dass eigenartiger Weise keinerlei Verletzungen aufweist. Das ist total irrsinnig. Wahnsinn, was sich Menschen zusammenspinnen, um ein Tier im wahrsten Sinne des Wortes zu entsorgen.

Bleiben Sie so herzlich und tierlieb wie Sie sind. Danke für die schnelle und unkomplizierte Hilfe

Liebe Grüße

Jahresbericht 2009

Im letzten Jahr konnten wir 19 Hunde, 49 Katzen, 8 Meerschweinchen und 1 Hasen vermitteln.

Ende 2008 war der Anruf einer Dame hinter Ulm, die von einer Tierschutzorganisation aus Ungarn eine Mama-Hündin mit 5 Welpen übernommen hat. Die Frau hat sich ganz rührend um die Hundefamilie gekümmert, aber von der Tierschutz-Organisation hat man nichts mehr gehört und die Rechnung beim Tierarzt für die Welpen mit Durchfall etc. und Erstversorgung wurde auch nicht bezahlt. Wir haben dann natürlich wie immer hilfreiche Unterstützung angeboten. Die gute Frau hat die Mutter Hündin, eine Viszla-Dame behalten zu ihren eigenen 2 Hunden und 2 Welpen sind von ihr durch Aushänge gut vermittelt worden, drei hat Frau Bähner dann abgeholt und auch schnell vermitteln können.

Dann hatten wir ein ganz besonders trauriges Ereignis. Ein kurz zuvor vermittelter Hund ist über den Zaun von dem neuen Besitzer gesprungen und hat sich auf den Weg zu seinem Pflegeplatz gemacht. Dabei hat der arme Nicki leider alle Sorgfaltspflicht außer Acht gelassen und ist überfahren worden. Das sind leider immer wieder die Nachteile einer Pflegefamilie. Die Tiere fühlen sich dort auf dem Platz sehr wohl und müssen dann wieder weg zu einem neuen Besitzer. Das kann man einem Tier natürlich nur schwer vermitteln, daß es sich bei uns nur um eine vorübergehene Aufnahme handelt. Wenn es dann mit der Vermittlung sehr lange dauert, gewöhnt sich das Tier an uns und versteht die Welt nicht, warum es wieder von dort wieder weg muß. An der Geschichte mit dem überfahrenen Hund hatten wir alle sehr lange zu knabbern.

Viel Ärger hat uns, bzw. mir persönlich auch eine kleine Hündin namens Isy inzwischen Lilly bereitet. Diese Hündin war von einer Organisation an eine ältere Dame vermittelt worden, die von einer Sozialstation versorgt und betreut wurde. Der Hund wurde von Nachbarn ausgeführt und wenn mal keiner zum Spaziergang kam, wurde der Hund an einer schwere Kette gehangen. Es kam schon mal vor, daß der Hund dann in die Wohnung gemacht hat, weil er einfach zu selten nach draußen kam. Wir haben uns dann mit der Betreuungsstelle in Verbindung gesetzt und uns über die Betreuerin beschwert. Das brachte mir, der 1.Vorsitzenden, u.a. einen Brief vom Anwalt mit einer Unterlassungsklage und ich sollte einige Dollars bezahlen. Wir haben dann auch einen Anwalt beauftragt und mitgeteilt, daß alle Behauptungen bewiesen werden können und daraufhin wollte man doch keine Klage bei Gericht einreichen. Der Hund ist dann neu vermittelt worden und jetzt sind fast alle glücklich und zufrieden, besonders die Lilly, die ihren regelmäßigen Auslauf hat, geliebt wird, allerdings den neuen Besitzern einiges an Geld gekostet hat, weil sie vorher nie beim Tierarzt war und u.a. Probleme mit der Blase und der Haut hatte bzw. hat.

Großen Ärger hatten wir auch mit der Vermittlung des Hundes Teddy. Diesen Hund hatten wir aus sehr schlechter Haltung von einer Fischzucht in der Nähe von Ronsberg übernommen. Hier war der Hund einfach nur übrig und ist den Spaziergängern immer nachgesprungen. Es war ein ganz lieber Kerl, der einen guten Platz verdient hatte. Eine Dame aus Stötten hat Teddy in der Zeitung gesehen und sich eingebildet, daß er die Wiedergeburt ihres verstorbenen Hundes sei. Die Frau hat einige Katzen, füttert viele andere Katzen und wohnt mitten in einem kleinen Dorf, nebenan die Sparkasse und dann gleich die Hauptstraße. Kein eingezäunter Garten und beim Vorstellungsgespräch ist eine Katze ohne zu schauen auf die Straße gerannt, als sie Teddy gesehen hat. Zum Glück kam kein Auto. Der junge, quirlige Hund paßte keineswegs zu dem Umfeld und dann hat uns die gute Frau sehr viel Theater gemacht, etliche Leute u.a. das Tierheim Marktoberdorf verlangte Auskunft, warum diese tierliebe Frau (die doch auch Krähen füttert) den Hund nicht bekommt. Sie hat Anzeigen in die Zeitung gesetzt, den Hund gesucht und uns an vielen Stellen verunglimpft. 20 Seiten lange Briefe hat sie an unsere Vorstände, die Gemeinden, Veteriäramt etc. geschickt, aber der Hund wurde anderweitig vermittelt und ist bei einer Familie mit 2 Kindern sehr glücklich.

Dann gibt es einen Kuhstallhund, den Neufundländer Mogli, der 8 Jahre seines Lebens hauptsächlich im Kuhstall verbracht hatte. Der Besitzer hat lange gezögert, bis er endlich abgegeben werden konnte. Er war soweit recht brav und wir waren wieder einmal etwas zu blauäugig. Der Hund kam auf eine Pflegestelle, wo er mit den ganzen neuen Umwelteinflüssen nicht zurecht kam. Ich denke, wir haben das Tier schicht weg überfordert, ein Leben in der Wohnung mit Katzen und 2 Hunden und dann auch noch Menschen. Das Fell war total verfilzt und wir wollten zuviel von ihm, da hat er dann ziemlich heftig zugebissen. So mußten wir uns dann schweren Herzenes von ihm trennen und haben ihn ins Tierheim gebracht, wo man nicht viel von ihm verlangt, er seinen Auslauf hat, aber immer noch ein Gnadenhofplatz für ihn gesucht wird. Im Tierheim hat er es auf alle Fälle besser als im Kuhstall. Inzwischen ist ein Bewerber vorhanden und mittels eines Hundetrainers versuchen wir, gemeinsam mit dem Bewerber und dem Tierheim, den Hund familien tauglich zu erziehen.

Dann hatten wir ganz kurzfristig 2 Welpen aus Mallorca übernommen, die aus dem Urlaub mitgebracht wurden und eigentlich schon einen neuen Besitzer hatten, aber das war dann doch nichts und so sind sie bei uns vermittelt worden. Susi und Strolch haben jetzt schöne Plätze bekommen.

Aus dem Pferdestall mußten wir in einer Blitzaktion Ginger übernehmen, die am nächsten Tag eingeschläfert werden sollte, weil sie einfach nur überflüssig war. Dieser junge Hund mit ca. einem Jahr hat auch nicht viel Gutes erlebt und eine liebe Nachbarin hat sich um ihn gekümmert und ist mit ihm spazierengegangen. Da er augenscheinlich mal von einem Pferd getreten wurde, mußte man ihm 3 Zehen amputieren. Ginger ist noch bei uns und aufgrund ihrer Vorgeschichte bei Fremden immer noch etwas ängstlich. Wir hoffen hier auf einem verständnisvollen neuen Besitzer.

Einen total abgemagerten Hund (Schäfer-Mix) mußten wir ganz schnell aus Füssen holen. Auch hier hat ein Nachbar sich um den Hund gekümmert und da man keine Böcke hatte, mit dem Hund zu laufen, hat er natürlich schon mal in die Wohnung gemacht, was zum Resultat hatte, daß man den Hund ohne Schutzhütte an eine kurze Leine in den Garten bzw. auf die Terrasse gehangen hatte. Der Nachbar hat dann zwischen 2 Bäumen einen Verschlag gezimmert und den Hund an eine Laufvorrichtung gehangen. Wir hatten das Glück, den Hund sofort von dort an eine neue Familie zu geben und da er zudem ein großes Geschwür am Gaumen hatte, war Frau Bähner den älteren Leuten behilflich, die Operation in die Wege zu leiten.

Ganz schnell haben wir auch eine Fundkatze aus Füssen übernommen, die im Feneberg herumlief. Eine Verkäuferin hat die Katze dann zu sich mitgenommen und wir haben den Puma, eine wunderschöne Mischung aus Norweg. Waldkatze, dann abgeholt. Ein früherer Besitzer hat sich für dieses schöne Tier nie gefunden.

Unsere alte Freundin mit den Pferden aus Unterthingau bzw. Fechsen haben wir auch wiedergefunden. In der Nähe haben wir an ein seit Jahren bekanntes Ehepaar, die auch Pferde haben, eine Katze vermittelt und wie wir so reden, erfahren wir, daß ganz in der Nähe jemand ist mit einer Pferdeherde. So haben Frau Bähner und ich eine Platzkontrolle gemacht und bei der Gelegenheit die gute Frau aufgesucht. Sie hat dort viel vor und wir können nur hoffen, daß es die Pferde hier mal besser haben, aber so richtig schaut es danach nicht aus. Die Hufe sind nach wie vor nicht der Hit, die Weiden waren abgegrast und man mußte zufüttern, und im September hatte man keinen Heuvorrat gesehen und die Entwurmung wird sicher nicht regelmäßig durchgeführt.

Aus dem Pfrontener Kindergarten bekamen wir Nachricht, daß dort eine Kätzin ihre 4 Babies abgelegt hatte und wohl durch ein geöffnetes Fenster im Keller hereingekommen war zum Kätzeln. Man hatte dann das Fenster wieder zugemacht und war erst auf die Situation aufmerksam geworden, nachdem die Kleinen Hunger hatten und schrien. Das Fenster wurde schnell wieder geöffnet, aber die Mama kam nicht mehr. So mußten wir mal wieder ganz schnell handeln, denn die Kleinen waren erst 2 bis 3 Tage alt und wie lange ohne Nahrung, war nicht bekannt. Ein Arbeiter vom Bauhof hat die Katzen dann in die Tierarztpraxis Smartvet zur Erstversorgnung gebracht und wir haben sie dann abgeholt und zu einer Katzenbaby-Pflegemama gebracht, da die Kleinen noch alle 2 Stunden die Flasche brauchten. Die Rosi war gerade ohne Job und so hat alles ganz prima gepaßt und unsere menschliche Katzenmama war rund um die Uhr beschäftigt. Inzwischen sind die Babies groß geworden und vermittelt.

Unsere Dame, die Hunde aus Griechenland geholt und wahllos vermittelt hat, kümmert sich jetzt nicht mehr um Hunde, sondern hat sich auf Pferde verlegt. Die Internet-Seite ist wieder mit Betteleien voll, was man so alles brauchen kann für Stall-Erweiterung.

Da wir gerade Platz hatten, haben wir dann kurzfristig eine Hundemama mit einem Hundeteenie übernommen und 2 kleine Welpen aus Griechenland. Auch die sind inzwischen vermittelt worden.

Helle Aufregung herrschte auch bei uns im Katzenhaus in Seeg, als sich unser Langhaar-Kater Brain durch das Katzennetz am Balkon gearbeitet hatte und über 4 Wochen spurlos verschwunden war. Dann hatte ihn eine Nachbarin in Wiese und Wald gesehen und es dauerte nochmal 3 Tage, bis Frau Schröter ihn mit dem Kescher einfangen konnte. Jetzt hat er Ausgang vom I. Stock und schreit ganz wild, wenn er raus und rein will. Katzenklappe interessiert ihn weniger.

Unsere Flora ist auch seit 22.9. spurlos verschwunden. Wir vermuten fast, daß unsere lieben Nachbarn die Katze irgendwo hingebracht haben, da Flora immer durch den Garten hinten gegangen ist, was zu großem Ärger geführt hat.

An Tierarzt-Rechnungen hatten wir knapp über15.000,-- Euro zu begleichen. U.a. wurden 24 Kater und 44 Kätzinnen kastriert.

Unsere Einnahmen aus dem Flohmarkt lagen bis jetzt bei ca. 5.100,-- Euro und das Sommerfest brachte leider nicht die erwünschten Einnahme, weil das Wetter einfach zu gut war (Badewetter) und die Unkosten einfach zu hoch sind. Bei der Gelegenheit möche ich mich bei allen fleißigen Helfern am Sommerfest ganz herzlich bedanken. Schön, daß Ihr alle zur Stelle wart.

Auch dem Flohmarkt-Team vielen Dank, an Annika, Evi, Heidi, Frau Clever, und Mai, die leider etwas kränkelt. Wenn wir so könnten, wie wir wollen, könnten wir einen tollen Umsatz machen, denn mit Flohmarkt-Artikeln werden wir momentan zugeschüttet. Beim Sortieren der ganzen Wagenladungen müssen Brigitte, Katharina, Annika und Sibylle helfen und auch so manche helfenende Hand kommt dazu.

Zum Flohmarkt ist noch zu sagen, daß man uns Anfang des Jahres von den früheren Flohmarkt-Mitarbeitern ganz schön gelinkt hat, daß der Besitzer den Laden wieder selbst betreiben möchte. Man hat 3 Monate zugemacht, um dann wieder einen Flohmarkt-Laden von einer anderen Tierschutz-Organisation mit einem Gnadenhof, der m.E. keiner ist, denn hier werden Tiere genauso vermittelt wie in einem

Tierheim, zu eröffnen. Auch die Lagerräumlichkeiten würden angblich von dem Hausbesitzer selbst genutzt werden und auch hier hat man uns angelogen, denn hier lagern komischerweise wieder Flohmarktsachen. Die Mitarbeiter im Laden sind die gleichen wie bei uns vorher und hoffentlich läuft nun alles zur Zufriedenheit der Herrschaften ab. Warum kann man nicht mit offenen Karten spielen?

Bei der Haussammlung waren wir auch einigermaßen erfolgreich. Es wurden insgesamt Euro ca. 3500,-- erlaufen. Da muß ich mich bei Frau Mainka bedanken, die über Euro 1.000,-- gesammelt hat und ich selbst war in Seeg und im Weidach mit fast Euro 900,-- auch sehr erfolgreich. Danke für die Blumen. Unsere fleißige Sammlerin, Frau Seelos hat sich leider stark für die Kirche engagiert und hatte für uns keine Zeit zum Sammeln. Schade, aber vielleicht im nächsten Jahr wieder.

Hier ein paar Bilder von Gorda beim Aqua-training, sie wurde von Elisabeth mühevoll aufgepäppelt weil Gorda wegen schlechter Haltung Probleme mit ihren Knochen und Muskeln hatte. Sehr geholfen hat uns Thomas Gnadel, Gestüt Obere Mühle in Blonhofen mit seinem Unterwasser-Laufband.

Gorda beim Aquatraining 1Gorda beim Aquatraining 3

Gorda beim Aquatraining 2

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Java bekam aufgrund ihrer Hauptprobleme und zum Aufbau der Knochen und Muskeln Magnetfeld-Therapie und Lichtdusche von Thomas Häuser, Westendorf. Diese Behandlung hat bei Java sehr positiv angeschlagen. Vielen Dank an dieser Stelle an die behandelnden Teams.

Java 102